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Rumänien wegen Folter verurteilt

Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte mahnte Rumänien: Mann in Polizeigewahrsam erniedrigt und bewusstlos geprügelt

Straßburg - Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat am Dienstag Rumänien verurteilt, gegen das Folterverbot verstoßen zu haben. Demnach soll ein Mann in rumänischem Polizeigewahrsam mehrfach bis zur Bewusstlosigkeit geprügelt worden sein.


Außerdem sei gegen das Grundrecht auf einen fairen Prozess verstoßen worden, weil in dem Fall ein Militärstaatsanwalt ermittelt habe. Die rumänische Regierung wurde angewiesen, dem 41 Jahre alten Kläger 8000 Euro Schmerzensgeld zu zahlen.

Wunden und Blutergüsse

Aufgrund einer Strafanzeige wurde der Mann von einem Arzt untersucht. Dieser stellte zahlreiche Wunden und Blutergüsse fest, die auf Stockschläge hinwiesen. Dennoch legte der zuständige Militärstaatsanwalt den Fall im April 1996 zu den Akten. Der Gerichtshof für Menschenrechte rügte die Ermittlungen als parteiisch und oberflächlich. So seien nur zwei der zahlreichen Mithäftlinge verhört worden. Weder Polizisten noch Aufpasser seien als Zeugen vernommen worden.

Wegen Betrugsverdachts festgenommen

Der Mann war im Jänner 1996 unter Betrugsverdacht festgenommen worden und blieb fast drei Monate in rumänischem Polizeigewahrsam. In dieser Zeit wurde er eigenen Angaben zufolge wiederholt kopfüber an Händen und Füßen aufgehängt und geprügelt, bis er ohnmächtig wurde. Außerdem wurde er - mit Billigung der Ermittler - von Mithäftlingen gequält. Diese zwangen ihn beispielsweise, Nahrung zu essen, in die sie zuvor uriniert hatten. (APA)

Seit zwei Jahren streitet die LIGA unter Vorsitz von Pater Don Demidoff ICCC gegen die massive Folter in fast allen rumänischen Gefängnissen. Die Liga hat den Petitionsausschuss des Europäischen Parlamentes in Brüssel, sowie den Rat der Europäischen Union in Strasbourg eingeschaltet: ohne Erfolg.

Das Europäische Parlament behautet, dass es sich nicht in die inneren Angelegenheiten Rumäniens einmischen kann. Eine kühne verlogene Feststellung, wenn man weiss, dass die Türkei aus diesem Grunde nicht einmal Mitglied der EU wird.

Die Klageprozedur der LIGA gegen Hunderte Folterbeweise wurde bisher von allen Instanzen im Sinne der guten gegenseitigen Deckung der neo-kommunistischen Nomenklatur abgewiesen.Die Staaatsanwäte und Richter decken die Leiter der Gefängnisse, von denen viele miteinander verwandt sind. Schweine haben in Deutschland humanere Bedingungen als die Strafgefangen in Rumänien. Die Beschuldigten und Initiatoren der Folter mussten nicht einmal zu den Gerichtsterminen erscheinen.

Der Vorsitzende der Liga, Pater Don Demidoff wurde stattdessen bedroht, schianiert und verfolgt. Sein Telefon wird abgehört. Beim Besuch des deutschen Bundespräsidenten in Sibiu wurde er von neun (9) Sicherheitsbeamten (Stais) verfolgt und beschattet.   Die LIGA klagt nunmehr in letzter Instanz vor dem Curt Supreme, dem höchsten Gerichtshof. Es ist davon auszugehen, dass auch dort die Klage abgewiesen wird, sodass dann schlussendlich der Weg frei ist zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrecht in Strasbourg.

www.depeschedondemidoff.com        dondemidoff@web.de




Deutsches Generalkonsulat Hermannstadt/Sibiu
Herrn Konsul Hilmar Münch
Str. Lucian Blaga 15-17
550169 Sibiu

Ihr Schreiben vom 13.12.2007 Hm/li
Eingang hier 24.12.2007

Ihr Zeichen RK 5 E/Don Demidoff


Sehr geehrter Herr Münch,

Ihr o.a. Schreiben haben wir erhalten.

Zwar belehren Sie das wiederholte Mal, dass uns eine konsularische Betreuung zustehe, was wir ja bereits auch vom AA Berlin erfahren haben und auch seit 17 Jahren in diesem Land selber wissen, auch wenn es uns nur partial in den Anfängen gewährt wurde. Sie verweigern uns aber abermals einen Gesprächstermin, damit wir Ihnen erläutern könnten, warum wir dringend Hilfe gegen das permanente Unrecht, das uns in Rumänien zugefügt wird, konsularische Hilfe brauchen und nun sehr kurzfristig. brauchen.

Wir haben Sie in unseren Schreiben vom 08.09.07, vom 04.10.07, vom 05.11.07 und vom 07.12.2007 um einen dringenden Gesprächstermin gebeten, um Ihnen zu erklären, warum wir dringende Hilfe brauchen. Auch in diesem Schreiben verweigern Sie uns wieder, wie gesagt, einen Termin. In deutscher Sprache nennt man das "an der Nase herumgeführt zu werden".

Während unserer 17jährigen humanitären Aktivität hat uns ausschliesslich das Generalkonsulat durch Herrn GK Breth tatkräftig und pflichtbewusst geholfen. Da,mals haben die ruänischen Autoritäten gelernt, dass wir durch das deutsche GK geschützt werden und sehr bald herausgefunden, dass wir keinen Schutz mehr durch das Konsulat erfahren haben. Bei dem GK Gehrig konnten wir wenigsten unkompliziert und ohne bürokratische Aktionen zu notwendigen Gesprächen in Sibiu "wann auch immer Einlass finden".

Sie haben uns durch das AA mitteilen lassen, dass Sie dort keine Akte mit angeblichen negativen Vorkommnissen rsp. Verleumdungen führen. Diese Vorkommnisse gibt es ja auch nicht. Wir sind aber sicher, dass Sie dort einer äusserst negativen Stimmungsmache gegen die Person Demidoff unterliegen. Man braucht eben keine Akte, sondern flüstert hinter vorgehaltener Hand gegen diesen "Demidoff". So ist es eben, wenn man sich fast zwei Jahrzehnte für die Unterdrückten in einer ehemaligen Diktatur einsetzt, dann ist man eben unbequem, wird verleumdet und gemieden. Wir wissen sehr wohl, welche Kräfte in Sibiu das betreiben. Dass Sie sich aber als Konsulat dem auch beugen, ist schon eine sehr bedenkenswerte Angelegenheit. Seit Herrn Gehrig Ablösung werden wir in unserer Funktion als Vorsitzender der Stiftung für verlassene Kinder und als Präsident der "Liga für moralische Wiedergeburt" und als Priester des International Council of Community Churches USA" zu keiner nicht mal öffentlichen Veranstaltung des Konsulates eingeladen und zwar exakt seit der Veranstaltung des Deutschen Nationalen Feiertages im Römischen Kaiser, als wir dem damaligen Präsidenten Rumäniens Constantinesu zwar sehr zivilisiert aber dennoch ungeschminkt und deutlich ein paar Wahrheiten der Situation der Strassenkinder erläuterten. Das darf man doch nicht in Rumänien.........

Die oben beschriebenen Funktionen übe ich als deutscher Staatsbürger aus. Über diese Tätigkeiten habe ich Ihnen seinerzeit meine Publikation "Der Dornenpriester" ISBN 973-0-03816-3 zukommen lassen. In dieser Publikation sind die wichtigen Berichte und Dokumente enthalten, warum mir die Alt- und Neokommunisten das Leben unerträglich machten und immer noch machen.Das Buch erscheint in diesem Jahr in rumänischer Sprache.

Mit meinen Anwälten haben wir in 17 Jahren in über 90 Prozessen, incl. Instanzen in 150 Prozessen obsiegt, wegen Beleidigung, Schikanen, Rechtsbeugung, falschen Anklagen ect. Aus diesen Prozessen haben wir über 100 TSD Euro an Schmerzens-geldern (daune morale) gewonnen, die dann in meine "Schmerzenskirche", die Basilika von Iacobeni zur Restaurierung investiert wurde. Es ist sicher auch kein Zufall, dass diese Tatsache auch keinen Besuch eines Vertreters des GK würdig ist. Aber das ist nicht unser Problem oder unsere Beschwerde. Sie sind nicht verpflichtet, humanitäre Aktionen zu unterstützen, wohl aber liest man in der Tagespresse, welche anderen Termine für das Konsulat wichtig sind.

Wir brauchen dringend, aber sehr dringend den vollen Schutz des GK. Wie wollen Sie uns den gewähren, wenn wir ständig ergebnislos um einen Termin betteln müssen, in denen wir Ihnen prsönlich und vertraulich die Fakten übermitteln. Wie, wenn uns dieser Termin nicht gewährt wird und wir mit schönen Worten abgetan werden.

Und dies sind die aktuellen Fakten für einen dringenden konsularischen Schutz und das Unrecht, das uns , bzw. mir als deutschem Staatsbürger ständig zugefügt wird, wobei wir nichtmal über die abgeschlossenen Rechtsverfahren reden.

Warum wurde ich aus Anlass des Besuches des deutschen Präsidenten Köhler Anfang Juli in Sibiu an meiner Bewegungsfreiheit gehindert, durch 9 (in Worten neun) Sekuristen beschattet, gefilmt, provoziert? Hat das deutsche GK dazu den Auftrag erteilt oder mit dem rumänischen Sicherheitsdienst zusammengearbeit oder zumindest Kenntnis davon erhalten? Auch nach meiner Publizierung der Vorfälle am 06.07.07 in der Sibiuer Tagespresse haben Sie nicht einmal reagiert. (Anlage)
Warum wird mein Telefon abgehört? Warum werde ich ständig verbal an Leib und Leben bedroht?
Warum werden wir durch den Kreisrat Sibiu boykottiert?
Warum werden wir durch das EvLandeskonsistorium verleumdet um dann danach Repliken und Klarstellungen von der selben Stelle zu lesen?
Dringend aktuelle Hilfe neben der bestehenden anwaltlichen, brauche ich dringend durch das Konsulat für konstruierte Prozesse, in dem ich mich strafbar gemacht haben soll, weil ich die unter dem Kulturpatrimonium stehende Kirche in Jakobsdorf angeblich geschändet habe, während der evangelische Bischof noch in einer jüngst erschienen Klarstellung erläutert hat, dass dies nicht der Fall ist. Der Prozess wurde initiiert von kommunistischen Journalisten bei der Zeitung "Tribuna". Beim Tribunal Sibiu neuer Termin nach Court Apel in Alba Iulia, Rückverweisung an das Gericht in Agnita, Weiterverweisung das zweite Mal an das Trinual in Sibiu, Termin am 21.1.08 Dosar 449/174/2007 . Das Verfahren war bereits ursprünglich durch die Staatsanwaltschaft in Sibiu eingestellt und durch die kommunistischen Kräfte mit Gewalt und unredlichen Tricks durchgezogen Gegen die Initiatoren der Verleumdungen ist ein Verleumdungsprozess in Bukarest anhängig, der dorthin verlegt wurde, weil bei den Konstruktionen in der Sibiuer Gerichtsbarkeit keine Rechtschance besteht. Antrag Schmerzensgeld 30.000 Euro.


Nach einem Prozess den wir gegen den Kreisrattspräsiden Cancescu in Brasov anstreben mussten, wegen Rechtsbeugung und Verleumdungen und Beleidigungen wurde gegen u n s eine sogenante "Sezisare" durchgeführt, so wie es in dem letzten 17 Jahren der Fall war, wenn man wagt, "Autoritäten" zu beschuldigen und des Rechtsbruches überführt., wird man selber angeklagt. Dafür haben wir unzählige Beispiele. Im aktuellen Fall versteckt sich hinter dem Kreisratspräsidenten eine gewisse "Mariana Tirharau", die seit 17 !! Jahren Kreisratssekretärin und damit automatisch Präsidentin der Kinderschutzbehörde in Brasov ist. Sie ist "Erz-Kommunistin" (das wiederholen wir gerne vor Gericht) und Mitarbeiterin der SRI, des rumänischen Sicherheitsdienstes. Sie hat die Partei viermal gewechselt, je nach Farbe der Regierung, weil auch Posten wie beim Kreis und beim Kinderschutz nach Parteizugehörigkeit vergeben werden. Sie hat gleich in den Anfangsjahren der Stiftung Demidoff verhaften lassen mit der Anschuldigung, er habe ein Kind ermordet.. Hintergrund war, dass die Stiftung ein Kind schützte und versteckte, weil die Mutter unter Hilfe dieser Tiharau ihr Kind für eine Kreissäge verkaufen wollte. Später machte diese "Dame" Schlagzeilen, weil sie "unter persönlichem Profit Kinder nach Italien zur Adoption freigab". Den Schikanen dieser Dame ausgesetzt, verlegten wir unter Mithilfe des damaligen Generalkonsuls Ralf Breth den administrativen Sitz der Stiftung in den Kreis Sibiu und behielten Cincu im Kreis Brasov als sozialen Sitz bei.. Das half uns wenig, als die Interims-Generaldirektorin Luminita Olteanu wegen "falscher" Parteizugehörigkeit" von Ihrer Funktion entbunden wurde, der Generalkonsul in Sibiu wechselte und Tiharau wieder alle Macht an sich riess und damit fortsetzte, "uns zu vernichten". 1998 wollte sie das Kinderheim auflösen, weil Demidoff "pervers" sei und Jungen und Mädchen in einem gemeisamen Haus aufnahm und auf einer "Baustelle" leben würden. (Unter dem kommunistischen Regime mussten die Kinder nicht nur nach Alter, sondern auch nach Geschlecht in verschiedenen Häusern untergebracht werden. Als wir diesen Prozess durch Stramutare (Gerichts-Sitzverlegung nach Succeava) wegen Befangenheit der Richter in Brasov verlegen liessen, erschien sie erst gar nicht und wurde verurteilt, ihren Antrag zurückzunehmen. Vieles wäre noch dazu zu sagen. Es ist jedenfalls die Vorgeschichte zu der jetzt durch die "Autoritatea nationala Pentru Protectia Dreputurilor copiluui". (CC/rd/12623/12.12.07) durchgeführten Kontrolle, die einen abenteurlichen falschen Bericht ausgefertigt hat. Auch dagegen werden wir Strafanzeige erheben müssen, was wiederum andere "Sezisare" gegen uns entfachen wird, weil man ja in Rumänien keine "Autoritäten" ungestraft anzeigen darf, nach dem alten kommunistischen System, dass man sich "oben nicht gegenseitig wehtut".Das Protokoll der Agentur ist so abenteuerlich, dass wir bzw. ich dringend den Schutz des Konsulates meines Landes benöige und ich sonst Gefahr laufe, dass "mir etwas zustösst".


Die Strafanzeige der "LIGA" gegen die Folter in den rumänischen Gefängnissen wurde auch nach kommunistischem System der Nomenklatura eingestellt. Gravierend ist auch, dass das Recht auf religiösen Beistand den Gefangenen verweigert wurde, weil 150 Gefangene meine priesterliche Betreuung schriftlich wünschten. Wie gesagt die Untersuchung beim Staatsanwalt neben dem Appelationsgerichtshof ist eingestellt (131/P/2007). Nur die Gefangnen und der Priester lügen. Das Verfahren wurde unerträglich in die Länge gezogen, Gefangene, die bereit waren über ihre Folter anzusagen, von einem Gefängnis zum anderen verlegt, damit sie der Zuständigkeit des Gerichtes Brasov enzogen wurden, anderen wurden meine seelsorglichen Briefe nicht ausgehändigt, mit der Bemerkung,der Betreffende sei entlassen worden, was nicht wahr war usw.Viele wurden vor oder nach der Anhörung geschlagen, damit sie Angst haben auszusagen. Die Liga hat diese Anzeigen und Vorgänge dem Rat der Europäischen Union und dem Europäischen Parlament übergeben, die die Klagen als zulässig erklärten (Petition nr. 0437/2007 Brussel 31^5006 vom 24.09.07 Vorsitzender des Petitionsausschusses Marcin Libicki) Als Präsident der Liga habe ich alle Senatoren, alle Deputate informiert, den Staatspräsidenten, den Prim Minister, die letzten zwei Justizminister (der derzeitig steht wieder kurz vor der Entlassung wegen Korruption), habe vor dem zuständigen Ausschuss des Parlamentes berichtet, alles ohne Ergebnis. Während meiner Klagen wurde der Generaldirektor der Zentralen Gefängnisverwaltung das dritte Mal ausgewechselt, der erste wegen Vetternwirtschaft entlassen) Der aktuelle Generaldirektor Marius Iosif hat mir das Recht zugestanden, den religiösen Beistand den Gefangenen zu gewähren, wenn ich denn ein neues ">protokoll" mit der Gefängnisleitung in Codlea abschliesse, also mit denen, die dort die Folterknechte sind und sich ihre Hände schmutzig gemacht haben, also von mir angeklagt wurden.Vielleicht wartet man dort auf mein Erscheinen, dass man mich auch mal eben in die Folterkammer (die Sektion V) verfrachten und mich dort zusammenschlagen kann.

Dies alles sind nur die aktuellen Ereignisse, durch die mein Leben bedroht ist.

Ich erinnere daran, dass man mich schon 1995 durch ein präpriertes Auto beseitigen wollte (3 Monate Krankenhausaufenthalt), ich von einem Ratsherrn mit einer Pistole bedroht wurde und ein Militar mir mit einer Sense im Rollstuhl sitzend den Kopf abschlagen wollte. Strafe für den Militar 3 DM. Von den psychischen Drangsale habe ich ausführlich in meinem Buch geschrieben, das aber für Sie wohl kaum interessant ist.

Sehen Sie das ist genau der Stil, warum man mich nicht mag und warum Sie mir auch keinen Termin im Konsulat geben. Aber dieses Land braucht Wahrheit, endlich Wahrheit. Die einfachen Menschen haben immer noch zuviel Angst.

Ich habe Ihnen die Termine und Daten mitgeteilt, warum ich in den nächsten Wochen wieder Gefahr an Leib und Leben laufe.

Ich erwarte von Ihnen einen kurzfristigen Termin, den ich mit einem meiner Anwälte wahrnehmen kann. Alle Unterlagen zu den o.a. Fakten bringe ich selbstverständlich mit, habe sie bzw. schon anläßlich meiner Dienstaufsichtsbeschwerde beim AA Berlin übergeben.

Wenn auch dieser fünfte Versuch wieder nicht oder nur mit Verspätung beantwortet wird, werde ich ohne Zögern in Berlin den Rechtsweg gegen das AA beschreiten.

Hochachtungsvoll

Pater Don Demidoff ICCC

Voristzender der Stiftung Sf Don Bosco
Präsident der Liga für Moralische Wiedergeburt

Iacobeni, den 26. 12. 2007

D/vio
Copie

Europa Parlament 0437 / 2007 Marcin Libicki
AA Berlin 100-4-102.00/3 HERM Dr.Gebauer
Präsident des Kreisrates Sibiu Martin Bottesch
RA Dr.R.Giebenrath Strasbourg
RA Mr.Aneta Vovca Bukarest
StandardSibiu Zeitung
Der Spiegel Hamburg Stefan Aust

www.depeschedondemidoff.com





28.12.2007
Einschreiben / Rückschein

Europa Parlament

Petitionsausschuss Nr. 00437/2007

Herrn Marcin Libicke

B-1047 Brussels

Situationsbericht in Sachen Folter Rumänien

Bitte lesen Sie auch unseren Brief an das Konsulat in Sibiu. (Anlage)

Kurzfassung:

Vor einem Jahr hat der Präsident der LIGA seine Aufgabe der ehrenamtlichen seelsorglichen und sozialen Betreuung im Hochsicherheitsgefängnis in Codlea aufgegeben.

Er wollte als Mitwisser durch die Beichtgespräche nicht als Beteiligter für die Folterungen gelten.

Darauf hin wurde ihm auch untersagt, einzelne Gefangene zur persönlichen Betreuung aufzusuchen.

150 Gefangene verlangten dann schriftlich ihr Recht der individuellen religiösen Betreuung und Religionsausübung. Die Folter in der sogenanten Sektion V nahm daraufhin zu. Seelsorgsbriefe wurden den Gefangenen nur noch nach Belieben ausgehändigt, Zeitungen der LIGA zurückgeschickt, Telefonkarten zurückbehalten, Pakete und Geldüberweisungen der LIGA verweigert. Schwerkranken wurden die notwendigen Medikamente, durch die LIGA gekauft, nicht ausgehändigt. Die LIGA führte Prozesse für die Gefangenen, sie bekamen ihre Rechte niemals. Selbst in Gerichtssälen wurde Demidoff von maskierten Wächtern verbal bedroht.

Die LIGA begann dann die schrecklichen Zustände im Gefängnis und die Folter publik zu machen.

Das Telefon der LIGA wird seitdem abgehört. Wir werden bedroht, auch mit Mord, manchmal kann sich Demidoff nur mit persönlichen Bodygards bewegen.

Beim Besuch des Bundespräsidenten Köhler im Sommer d.J. in Sibiu wurde Demidoff von neun Sekuristen (Sicherheitsbeamten)in Sibiu beschattet, behindert, gefilmt und provoziert.

Inzwischen erhielt die LIGA Bittbriefe und Folterberichte aus fast allen rumänischen Gefängnissen. Die Post war fast nicht mehr zu bewältigen.

Die Liga forderte die Gefängnisleitung wiederholt auf, die Folter sofort einzustellen.

Die Lebensbedingungen der Gefangenen sind dort unter dem Niveau von Schweineställen in Deutschland. Das alles haben wir mehrfach beschrieben.

Nachdem in Codlea die physische und psychische Folter nicht eingestellt oder wenigsten vermindert wurde, begann die LIGA ihre Europaweite Informationsaktionen und verschickte mehr als tausend Briefe an die Deputaten des rumänischen Parlamentes, die Senatoren des rumänischen Senats, der rumänischen Regierung, dem Staatspräsident Basescu, einzelnen europäischen Regierungen und dem Europaparlament, wie auch Herrn Barroso, der sich ausserstande sah in seiner Antwort, einzuschreiten.

Die LIGA bekam die Erlaubnis, vor einem Untersuchungsausschuss des Parlamentes zu sprechen. Auf eine Antwort warten wir bis heute.

Die damalige Justizministerin Macovei antwortete auf kein einziges Schreiben, der aktuelle Justizminister soll in diesen Tagen wegen Korruption zurücktreten.

Der Prim-Minister und der Staatspräsident schickten die Berichte der LIGA weiter an die Zentrale Gefängnisverwaltung und erklärten sich als nicht zuständig.

Bei der Zentralen Gefängnisverwaltung wurde die LIGA dann im wahrsten Sinne des Wortes an der Nase herumgeführt. Das Wort « Folter » kam in keinem der Antwortbriefe vor. Im letzten Jahr wurde die Position des Generaldirektors dreimal gewechselt. GD Serban wurde wegen Vetternwirtschaft entlassen (in jedem Gefängnis herrscht ein Clan von Familienangehörigen), der zweite GD Spaiuc empfing die LIGA zu einer « Audienz », die nichts als leere Worte beinhaltete. Der aktuelle GD Marius Iosif weiss im Folgebrief nicht mehr, was er im vorherigen Brief geschrieben hatte. Der aktuelle Stand ist, dass er sich mit Tricks weigert, die LIGA zu einem Gespräch zu empfangen. Nach massiven Protesten der Gefangenen hat er dem Präsidenten der LIGA eingeräumt, seine ehrenamtliche Seelsorgstätigkeit in Codlea wieder aufzunehmen (in den anderen Gefängnissen sollen wir keinen Zutritt haben obwohl auch das bereits einmal schriftlich zugesagt war.

Allerdings müsse die LIGA ein sogenanntes Protokoll mit der Gefängnisleitung abschliessen, also mit den "Folterknechten", die schmutzige Hände haben. Wir haben das kategorisch abgelehnt. Vielleicht wartet ja man auch auf uns, um uns auch mal eben in die Folterkammer der Sektion V zu stecken und einmal eine Quittung" zu geben.

Am 14.12.2007 wurde bei der Staatsanwaltschaft beim Appelationsgerichtshof in Brasov (131/P/2007) Staatsanwalt Benga das Verfahren und die Klage gegen die Folter eingestellt. Nach einjähriger Untersuchung erhielt die LIGA darauf das Recht « in vierzehn Tagen » gegen die Einstellung beim Generalstaatsanwalt in Brasov Saramet Berufung einzulegen. Der zivile Klageweg steht also der LIGA immer noch nicht offen. Man deckt sich untereinander. Niemandem der Verantwortlichen geschieht etwas.

Bei den Verhören konnte die LIGA und ihr Rechtsvertreter anwesend sein, mussten allerdings hinter den Gefolterten Platz nehmen und hatte kein Recht der Einwirkung oder auch nur eines Zeichens der Ermutigung an die Gefangenen. Am Beginn war sogar ein Vertreter der Haftanstalt präsent, sodass kein Gefangener wagte, die Wahrheit und die Foltermethoden zu berichten.

Erst nachdem der Vertreter der Gefängnisleitung das Verhörzimmer auf Antrag der LIGA verlassen musste, wagten einige wenige, ihre Torturen zu schildern. Was mit ihnen geschehen ist, entzieht sich unserer Kenntnis, weil wir von denen keine Briefe mehr erhalten, was sehr besorgniserregend ist. Während der Untersuchung des Staatsanwaltes Benga, wurden zu Verhörende zwischen anderen Gefängnissen hin? und herverfrachtet, damit sie der Kompetenz der Gerichtsbarkeit Brasov entzogen wurden. Post an die Gefangenen kam mit demVermerk zurück: "Entlassen". Das war jedoch Lüge, die betreffenden Häftlinge warten weiter in der Haft.

Wenn auch angeblich nach unseren Aktivitäten die Lebensbedingungen der Unterkünfte sich ein wenig gebessert haben, nicht mehr zwei Gefangene in einem Bett und nicht mehr bis zu 40 Gefangene in einer Zelle hausen müssen und mit kleineren Renovierungen begonnen wurde, ist dies nur ein Tropfen auf den heissen Stein.

Inzwischen werden wir auch weiteren Repressalien ausgesetzt, weil wir unsere Anklagen gegen die Folter nicht einstellen. Am 12.12.07 erschien bei der der LIGA angeschlossenen Stiftung Sf.Don Bosco, Zuhause für Strassenkinder die Staatsekretärin Mariela Neagu und der Consilier Gabriel Alexe von der "Nationalen Autoriät des Schutzes der Rechte der Kinder "Bukarest um unsere Häuser zu überprüfen und anschliessend einen Bericht zu verfassen, der voller Lügen und Erfindungen ist. Wir haben Strafanzeige wegen Verletzung der Amtspflicht erstattet und den Ministerpräsidenten aufgefordert, eine neutrale Kontrolle zu schicken. Bezeichnend ist in diesem Protokoll, dass unserer Stiftung Verletzung der Rechte der Kinder angelastet und erfunden werden, die in den Staatsheimen tatsächlich gegeben sind. Die Stiftung Casa Don Bosco unterhält Kinderhäuser, die seit 17 Jahren zu den modernsten und solidesten im ganzen Land gehören. Der Bericht ist so abenteuerlich, dass sich der Petitionsausschuss auch damit befassen sollte, um einmal die hinterhältigen Methoden der Neo-Kommunisten zu durchleuchten.

Wir bitten den Petitionsausschuss nunmehr dringend tätig zu werden, damit unsere Klage nach der Einstellung der Staatsanwaltschaft nicht im Sande verläuft. Die Verantwortlichen, also auch die Folterknechte sind alle weiter in ihrer Funktion und lachen über die Aktvitäten der LIGA beim Europäischen Parlament. Welche rechtlichen Wege die LIGA auch beschreitet, alles verläuft im Sande und die Funktionäre lachen über unsere Aktivitäten, denn niemandem in der Nomenklatura geschieht etwas, weil sich die "Hohen Herren" gegenseitig niemals "weh" tun.

Bitte geben Sie uns baldmöglich und zeitnah einen Gesprächstermin in Brüssel.

Iacobeni, den 27.12.2007

Pater Don Demidoff ICCC

Präsident der LIGA für moralische Wiedergeburt

 





11.08.2007 Ich kann gar nicht soviel fressen, wie ich kotzen müßte........

 

Drei geschlagene Tage war ich nun bei der Staatsanwaltschaft beim Appellationsgerichtshof in Brasov: am 8.,9. und 10. August d.J. . Die meisten Häftlinge, die ich hatte laden lassen, verweigerten aus Angst die Wahrheit oder leugneten sie sogar, obwohl sie mir vorher die Folterungen geschrieben oder gebeichtet hatten.

 

10 Häftlinge aber sagten, sie hätten nichts mehr zu verlieren, ihr Leben sei doch verwirkt und schilderten die grauenhaftesten Folterungen. Mir wurde ganz schlecht dabei, ich wusste also noch lange nicht alles. Ich musste hinter dem jeweiligen Häftling sitzen, hatte kein Recht der Intervention oder der Vermittlung einer Frage durch den Staatsanwalt oder auch nur die Möglichkeit eines Blickkontaktes um ihn zu ermuntern. Als ich mehrmals stöhnte, "o mein Gott", sagte der Staatsanwalt: lassen Sie diese Art Bemerkungen.

 

Ich kann nicht alles schildern. Mir ist immer noch ganz schlecht. Ich habe zwei Tage nur geschlafen, wegwischen wollen. Der Direktor der Haftanstalt Marian Dumitrache selbst gab Befehl zum Foltern, der stellvertretende Direktor Valentin Parpare schlug selbst. Sie sind immer noch im Amt. Ich habe heute den Generaldirektor der Zentralen Gefängnisverwaltung in Bukares Gheorghe Spaiuc aufgefordert, die beiden sofort zu entlassen und anzuklagen.

 

Ein Häftling war geschlagene zwei Jahre in der berüchtigten Sektion V (für "gefährliche Kriminelle") im Keller an Händen und Füssen gefesselt. Die Notdurft musste er oft über sich ergehen lassen. Können solche Menschen noch resozialisiert werden, müssen sie nicht einen unglaublichen Hass auf uns entwickeln.

 

Ein anderer Häftling wurde ständig von mehr als 20 Zellengenossen sexuell missbraucht. Als er sich mehrmals beim Personal beschwerte, wurde auch er in die Sektion V verfrachtet. Er schnitt sich zweimal die Armvenen und einmal die Halsader auf.

 

Andere berichteten von der psyhchischen Folter durch das Essen. Beinchen von Ratten und Nägel gab man dem Essen bei.

 

Ein anderer wurde geschlagen, bis sein Magen heraustrat. Er zeigt dem Staatsanwalt seinen Bauch, der nicht verheilt.

 

Anderen werden die Medikamente oder Operation verweigert. Ein Herzkranker, dem wir die von dem Anstaltsarzt verschriebenen Herzmedikamente besorgt haben, darf sie nicht empfangen. "Der soll sterben, dann sind wir ihn los".

 

Ich kann und will nicht alles aufschreiben. Kann ich in diesem Land noch leben? Ich habe die Neigung mich eines vulgären neuen Ausdruckes zu bedienen: "Ich kann gar nicht soviel fressen wie ich kotzen will....." Kann man noch anders als vulgär reagieren?

 

Vorige Tage stand ein ausgebreiteter Artikel in der Zeitung "Eveninmente Zilei", danach sich ein grosser Prozentsatz des Volkes überhaupt nicht wäscht. Das will ich seit langem schreiben, aber ich bin auch selbst genug verfolgt hier.Unsere Kinder müssen wir immer noch täglich anhalten, sich die Zähne zu putzen. In einem Bus mitzufahren oder eine HL.Messe zu lesen, ist auch Folter, weil man in dem Gestank umkommt. Ich werde ständig bedroht, immer anonym, mein Wachhund vergiftet. Geh in den Irak, heisst es, dort braucht man dich und wird Dich in die Luft jagen oder Geh in Dein Land, erzieh Dein eigenes Volk oder verschwinde endlich. Wer hat Dich eigentlich hierhergeholt?

 

Der Staatsanwalt muss nun die Prozedur des Verfahrens eröffnen. Ich werde deshalb noch viele Prügel erhalten. SEINE allmächtigen Engel haben mich 16 Jahre geschützt, mir wird kein Haar gekrümmt werden, wenn SEINE Hand über mir bleibt. Mit den Engeln Gottes bin ich in die Gerichtssäle gegangen.

 

Der Mitropolit von Sibiu, Streza, das Oberhaupt der Orthodoxen Kirche, hat die Tageszeitung "Ziarul de Sibiu" aufgefordert, meine wöchentliche Kolumne "Das Wort zu Sonntag", in dem ich die gesellschaftlichen Bedinungen und moralische Dekadenz kritisiere, zu entfernen.... Der deutsche Generalkonsul verbreitet das Gerücht, ich sei ein Alkoholiker und verbrüdert sich mit der rumänischen Mafia, der Nomenklatur der Politik. Ich habe im deutschen Aussenministerium persönlich Dienstaufsichtsbeschwerde erstattet. Man sagte mir, wenn der Generalkonsul nicht bekennt, hätte ich keine Chance, denn immerhin habe der den Status der Immunität.

 

Ich komme mir vor, wie ein Dummkopf, der sich weigert, die Spielregeln einer verkommenen Gesellschaft, nicht nur in Rumänien, zu begreifen.

 

Bitte helfen auch Sie, wie auch immer

 

Pater Don Demidoff ICCC

 

Liga für moralische Wiedergeburt

 




Einschreiben Rückschein / Recomandare Avis deprimire

An die

Staatsanwaltschaft beim Appelationsgerichtshof in Brasov

Herrn Staatsanwalt Sorin Benga

Str. Republicii

Brasov

 

Verfahren in Sachen Folter Codlea und anderen rumänischen Gefängnissen

 

Sehr geehrter Herr Benga,

 

nach unserer Rückkehr aus Strasbourg teilen wir Ihnen mit, dass sich der Europarat bereits im November dieses Jahres mit dem Antrag der Liga gegen die Folter in rumänischen Gefängnissen beschäftigen wird. (Anlage Bestätigung Europarat)

 

Wir bitten Sie darum dringend, jetzt das Verfahren fortzusetzen und die betroffenen

Gefangenen wie vereinbart in Gegenwart der Anwältin und des Präsidenten der LIGA anzuhören. Allerdings überrascht uns, dass Sie während unserer Abwesenheit und entgegen der Vereinbarung nunmehr Gefangene ohne unsere Präsenz gehört haben. So wurde am 20. Juli 07 der Gefangene Moisii, Ionel von Ihnen vernommen. Gerade in diesem Fall ist unsere Präsenz absolut wichtig. Wir dürfen doch davon ausgehen, dass die LIGA Ihnen weiterhin vertrauen kann und das Verfahren weiterhin objektiv und wahrhaftig durchgeführt wird. Im anderen Fall müssen wir dem Europarat sofort Bericht erstatten.

 

Wir beantragen darum

 

1. den Gefangenen Moisii erneut in unserer Anwesenheit zu verhören und zwar ohne Vertreter des Gefängnisses Codlea.

 

2. Der Gefangene Giuga Gheorghe, der bei der ersten Vernehmung erst bereit war, die Wahrheit zu sagen, nachdem der Agent des Gefängnisses auf Ihre Weisung hin das Vernehmungszimmer verlassen musste, muss dringend und sofort erneut verhört werden. Der Gefangene, der einem schweren Herzleiden unterliegt, wird nach seiner Vernehmung in besonderer Weise psyhisch gefoltert, indem ihm die vom Gefängnisarzt verordneten, lebensnotwendigen Medikamente versagt werden und dann die von der LIGA gekauften Medikamente im Wert von mehr als 3 Millionen Lei  ihm ebenfalls nicht ausgehändigt werden. Die Gefängnisleitung macht sich damit zur Beihilfe der Tötung eines Gefangenen schuldig.

Die LIGA ist erschüttert, mit welcher Brutalität ernsthafte kranke Gefangene misshandelt werden und die LIGA mit ihren Aktionen respektlos attakiert wird. Selbstverstaändlich werden wir auch das dem Europäischen Parlament unverzüglich mitteilen. Wir fordern auch Sie auf, im Rahmen Ihrer Möglichkeiten das sofort zu unterbinden und das Verfahren gegen die Verantwortlichen in Codlea zu beschleunigen. Die LIGA hat sicher noch weitere Möglichkeiten diese Barbarei zu beenden.

 

 

3.. Es ist sicher kein Zufall, dass vermehrt in den letzten Monaten Gefangene, die von der Procuratur gehört werden sollten in andere Gefängnisse ohne Motive transferiert worden sind. Eindeutig handelt es sich dabei um den Versuch, die Gefangenen dem Verhör der Staatsanwaltschaft Brasov zu entziehen, Wir beantragen die sofortige Rückverlegung nach Codlea und die Anhörung emäß der Vereinbarung.

 

4. Die bereits gehörten 6 Gefangenen incl. Giuga müssen erneut vernommen werden und zwar ohne Anwesenheit des Agenten des Gefängnisses, damit sie unbenommen die Wahrheit sagen können. Beim 6.Gefangenen wurde klar, dass er erst bereits war ohne die Anwesenheit des Agenten  die Wahrheit zu sagen.

 

5. Der Agent hat kein Recht im Vernehmungszimmer zu verbleiben und auch nicht wie geschehen mit dem Ohr an der Tür zu lauschen. Die Gefangenen müssen auch das Recht haben, zu erklären, ob und wie sie vor der Vernehmung auf dem Weg zur Procuratur bedroht oder geschlagen wurden. Ausserdem ist es wichtig, dass die Dokumente der Folter der einzelnen Gefangenen, die dem Staatsanwalt seit geraumer Zeit vorliegen, bei jeder Vernehmung einbezogen und dem Gefangenen vorgehalten werden.

 

6. Die Anwältin und der Präsident der LIGA haben das Recht sich in die Vernehmung  einzumischen. Insofern war die erste Vernehmung absolut unkorrekt und die Ergebnisse sind wertlos auch aus dem bereits geschilderten Grund der Kontrolle durch den Agenten.

 

7. Wir bitten die Anhörungen nunmehr auf wenige Tage zu komprimieren und zum Ab-

schluss zu bringen. Je länger die Prozedur der Verhöre hinausgezögert werden, desto mehr werden die Gefangenen der psychischen und physischen Folter unterzogen und damit Repressalien ausgeübt, die die Gefangenen zum Schweigen bringen. Das muss doch auch im Sinne eines gerechten Verfahrens der Staatsanwaltschaft sein.

 

8. Inzwischen liegen der LIGA weitere Berichte von Gefangenen vor, die in Codlea gefoltert und geschändet werden. Wir beantragen die Liste der Gefangenen, die verhört werden, zu erweitern.

 

9. Die LIGA wird beim ersten neuen Termin bei der Procuratur einen Gefangenen präsentieren, der bei einem Notar seine Folterungen eidesstattlich versichert hat. Damit das Leben dieses entlassenen Gefangenen nicht gefährdet ist, wird sein Name und sein Wohnort bis zu Vernehmung von der LIGA geschützt.

 

10. Die LIGA beantragt sofortigen Personenschutz durch die rumänische Polizei. Aus dem Schreiben des Rechtsanwaltes aus Strasbourg ersehen Sie, dass selbt dort bekannt ist, dass das Leben des Präsidenten aufgrund seiner regimkritischen Aktionen gefährdet ist und telefonisch und im Internet anonym Drohungen ausgesprochen werden, die die LIGA inzwischen bei der Staatsanwaltschaft Sibiu angezeigt hat.

 

Die LIGA vertraut weiterhin dem korrekten Verlauf des Verfahrens und bittet um dringenden Termin der Fortsetzung.

 

Die LIGA vertraut weiterhin dem korrekten Verlauf des Verfahrens und bittet um dringenden Termin der Fortsetzung. Nochmals fordern wir: hören Sie sofort mit der Folter auf, vor allem die Folter, die die Gefangenen jetzt zu falschen Aussagen zwingen soll. Geben Sie den Anträgen von mehr als 150 Gefangenen statt und erlauben Sie dem Priester Demidoff die sofortige Rückkehr zu den Gefangenen für ihren religiösen Beistand und das Recht ihrer Religionsfreiheit.

Die LIGA hat inzwischen Berichte aus allen rumänischen Gefängnissen. Danach wird in fast allen Gefängnissen gefoltert.Stoppen Sie die Folter.

 

Iacobeni, den 01.08.2007

 

 

Pater Don Demidoff ICCC

Präsident der Liga für Moralische Wiedergeburt in Rumänien

 

Dem Präsidenten Rumäniens Traian Basescu

Dem Premierminister Rumäniens Calin Constatin Anton Popescu Tariceanu

Dem Justizminister Rumäniens Tudor Chiurariu

RA Avocat Aneta Vovca Bucuresti

RA Avocat Dr.Roland Giebenrath Strasbourg

Deputat Nicolae Paun Bucuresti

 











Brief an

Europäisches Komitee zur Verhütung von Folter (CPT)

Herrn Präsidenten Mauro Palma

Haus der Menschenrechte

Europarat

67075 Strasbourg Cedex

 

 Per Fax und Briefpost : 03-88-412772

 

  156/02GI/SC

 

Demidoff, Don ./. Rumänien

wegen Verletzung der Artikel 2 und 3 der Europäischen Konvention zum Schutz der Menschenrechte durch Rumänien aufgrund der in rumänischen Gefängnissen angewandten Folter

 

Sehr geehrter Herr Präsident,

 

in vorbezeichneter Angelegenheit zeige ich an, dass Pater Don Demidoff, Vorsitzender der Liga für moralische Wiedergeburt, RO-557105 Iacobeni, Rumänien, mich mit der Vertretung der Interessen dieser Gesellschaft gegenüber dem rumänischen Staat beauftragt hat. Ich versichere, dass Pater Don Demidoff mich hierzu ordnungsgemäß ermächtigt hat. Namens und im Auftrag meines Mandanten teile ich folgenden Sachverhalt (A.) mit, den ich sodann durch Ausführungen zur Rechtslage (B.) ergänze:

 

 A.  Sachverhalt

Pater Don Demidoff ist deutscher Staatsangehöriger und hat seit 1991 seinen ständigen Wohnsitz in Rumänien. Er hat dort ein Heim für sogenannte Straßenkinder, die von ihren Eltern ausgesetzt worden sind, gegründet.

 

Desweiteren ist er Vorsitzender der ?Liga für moralische Wiedergeburt?, eine eingetragene juristische Person in Rumänien (Judecatoria Bukarest) und genehmigt von drei rumänischen Ministerien.

 

Schließlich besucht er als Seelsorger regelmäßig die Gefangenen im Gefängnis von Codlea. Letzteres wurde vom rumänischen Justizministerium ausdrücklich genehmigt.

 

Gleichwohl verweigert der Leiter der Haftanstalt von Codlea im Kreis Brasov Pater DonDemidoff kategorisch den Zutritt zum Gefängnis. Vor dieser kategorischen Verweigerung des Zutrittsrechts hatte sich Pater Don Demidoff in dem im hinteren Teil des Gebäudes befindlichen Warteraum stundenlang anstellen müssen, um eingelassen zu werden und seine Tätigkeit wahrnehmen zu können. Aber auch wenn er eingelassen wurde, wurde Pater Don Demidoff oft daran gehindert, den Gefangenen die Beichte abzunehmen und das trotz des ausdrücklichen Wunsches Hunderter Häftlinge.

 

Ein mit der ehemaligen Gefängnisleitung ausgehandeltes Protokoll wird durch den neuen Direktor von Codlea nicht mehr respektiert. Dieser hatte dem Pater gegenüber erklärt, dass "er" nicht in Europa integriert werden wolle.

 

Für Don Demidoff bestand nach dieser Aussage keine Grundlage für eine Zusammenarbeit mehr. Er hat seine seelsorgerische Tätigkeit in der Haftanstalt Codlea daher mittlerweile einstellen müssen, weil ihm alle Rechte eines Priesters verweigert wurden.

 

Es liegen 150 Einzelklagen mit gemeinsamem Text, unterzeichnet von allen Betroffenen, sowie 150 Protestschreiben und Aufforderungen vor, Pater Don Demidoff den Eintritt in die Haftanstalt nicht mehr zu verwehren.

 

Gleichwohl hat Pater Don Demidoff in seiner Funktion als Priester die skandalöse Situation erkannt, in der sich die Gefangenen in Rumänien befinden, er hat einen Bericht über diese Zustände und eine Aufforderung an die Verantwortlichen verfasst, die Folteraktionen sofort zu beenden.

 

 

Die Häftlinge werden im oben genannten Gefängnis körperlich, psychisch und sexuell misshandelt. Für die Ausübung der Folter gibt es einen speziellen Raum, "Sektion V" genannt. Häftlinge haben meinem Mandanten berichtet, dass sie bisweilen 20 bis 30 mal am Tag in ihrer Zelle vergewaltigt wurden und bei Beschwerden in die Sektion V verbracht wurden, wo sie an einem Eisenbett gefesselt von fünf maskierten "Agenten" zusammengeschlagen und gefoltert wurden, ohne die Möglichkeit zu haben sich gegen diese Behandlung zu wehren.

 

Ein an Hepathitis leidender Häftling habe eigentlich nach Verbüßung einer sechsjährigen Freiheitsstrafe auf Bewährung entlassen werden sollen, was ihm jedoch mit dem Hinweis verweigert worden sei, er habe in Haft nicht gearbeitet. Seine Arbeitsunfähigkeit aufgrund seiner Hepatitis-Erkrankung sei bei der Entscheidung nicht berücksichtigt worden. Mein Mandant hat dem betroffenen Häftling wenigstens die nötigsten Medikamente besorgt und - allerdings vergeblich - versucht, diesen in eine Haftanstalt verlegen zu lassen, in der ihm ärztliche Hilfe zur Verfügung gestanden hätte.

 

Prinzipiell steht den Inhaftierten von Codlea das Recht zu, Briefe zu schreiben. In der besagten Haftanstalt finden sich aber weder Briefpapier noch Umschläge noch Telefonkarten noch Porto. Mein Mandant hat den Häftlingen daher Papier, Umschläge und Papier in die Haftanstalten mitgebracht. Diese erreichten jedoch nicht immer den Empfänger, weil mein Mandant in seiner Soutane regelmäßig Leibesvisitationen unterzogen und durch maskiertes Gefängnispersonal bedroht wurde.

 

Besonders erschreckend an den Zuständen im rumänischen Gefängnis Codlea sei die unterschiedliche Behandlung der Insassen nach ihren finanziellen Möglichkeiten und nach ethnischer Zugehörigkeit. So werden nach Aussage des Paters Don Demidoff Angehörige der Sinti und Roma grundsätzlich schlechter als andere Häftlinge behandelt. Im Übrigen würden auch weniger wohlhabende Häftlinge schlechter als andere behandelt. Sein Antrag, von den Häftlingen wenigstens ein Foto für deren Familienangehörige machen zu dürfen, weil diese sich die Anreise zum Besuch des jeweiligen Häftlings nicht leisten können, sei kategorisch abgelehnt worden.

 

Auch würden die Rechte der Häftlinge häufig missachtet und etwa Paketzusendungen an diese Häftlinge durch die Gefängnisverwaltung nicht weitergeleitet, wenn darauf nicht auch Name und Geburtsdatum ihrer Eltern angegeben werde. Wohlhabendere Häftlinge könnten sich hingegen mit Hilfe des Aufsichtspersonals Mobiltelefone, Prostituierte und Drogen kaufen.

 

Abgesehen von seinen Besuchen in Codlea, hat Pater Don Demidoff keinen Zutritt zu anderen Gefängnissen in Rumänien. Nichtsdestoweniger kennt er die Beschwerden der Insassen  dieser Gefängnisse aus etwas 200 einzelnen Berichten der Gefangenen über Folter und Einschränkung der Menschenrechte nach Europäischem Recht. Die Inhaftierten wurden massiv unter Druck gesetzt (sie würden ?das Licht der Sonne? nicht mehr wieder sehen), wenn sie ihm weiterhin enthüllende Briefe über die Haftbedingungen in rumänischen Gefängnissen schrieben. Um die Gefangenen nicht in Gefahr zu bringen, kann Pater Don Demidoff diese Briefe weder einem Gericht noch dem Komitee übergeben,

 

Nach Angaben des Priesters säßen 50% der Inhaftierten in rumänischen Gefängnissen ohnehin wegen Kleinkriminalität (Diebstählen bis 500,00 €) dort ein, so dass sich die Zahl der rumänischen Häftlinge im Grunde auf die Hälfte reduzieren und sich für die übrigen Häftlinge annehmbare und menschenwürdige Bedingungen schaffen ließen. Die Haftbedingungen seien unvorstellbar; die Zellen mit bis zu 30 Personen belegt. Oft müssten sich zwei Häftlinge ein Bett teilen.

 

Zum Beweis vorbezeichneter Tatsachen biete ich das Zeugnis des Paters Don Demidoff, Liga pentru Renastere Morale, RO-557105 Iacobeni - Jud. Sibiu, Rumänien, an, das eidesstattlich bei einem rumänischen Notar hinterlegt wurde, sowie auch die notarielle eidesstattliche Erklärung eines Häftlinges, der inzwischen entlassen wurde.

 

Mein Mandant hat den beschriebenen Sachverhalt per Post persönlich an 175 Senatoren, an 330 Abgeordnete, an den Staatspräsidenten und den Ministerpräsidenten der Republik Rumänien, an das Justiziministerium, den Generaldirektor der Zentralen Gefängnisverwaltung und den Präsidenten der Europäischen Kommission gesandt.

 

Einzig letzterer hat sachbezogen geantwortet, allerdings ohne konkretes Ergebnis, da es im Ermessensspielraum der Kommission läge, Maßnahmen im Sinne von Artikel 6, 1 des Vertrages über die

Europäische Union zu erlassen.

 

Beweisstück:  Brief der Europäischen Kommission vom 04.04.2007 (Kopie)

 

  - Anlage A 1 -

Der Präsident von Rumänien hat in einer sehr kurzen Antwort lapidar mitgeteilt, dass der Brief von Pater Don Demidoff ans Justizministerium weitergeleitet worden sei, d. h. der Behörde, die die Folteraktionen gegen die Gefangenen in Rumänien angeordnet oder wenigstens geheimgehalten hat. Die anderen Institutionen haben auf die Anschuldigungen des Paters nicht reagiert.

 

Beweisstück:  Brief des Consilier de Stat, M. Gabriel-Cristian Piscociu vom 20.03.2007

 

  - Anlage A 2 -

 B.  Rechtslage

I.  Verpflichtung des Staates zum Schutz der Menschenrechte Gefangener

Gemäß Artikel 3 der Konvention zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten:

?Niemand darf Folter, Schmerzen oder unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung ausgesetzt werden.?

Dieses Recht gilt uneingeschränkt und darf in keinem Fall von staatlichen Behörden eingeschränkt werden. Dieses Recht gilt für alle Menschen ohne Ansehen der Person oder der Delikte oder kriminellen Handlungen, die sie eventuell begangen haben ?

vgl. Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte

Chahal ./. Vereinigtes Königreich, Urteil vom 15.11.1996

- Nr. 70/1995/576/662 - Paragraph 96.

Der Staat ist außerdem verpflichtet jegliche Foltermaßnahmen und unmenschliche oder erniedrigende Behandlung eines Opfers durch Personen, die im Auftrag des Staates handeln, zu unterbinden.

 

 ?Im Zusammenhang mit Artikel 3 schreibt die Verpflichtung aus Artikel 1 der Konvention vor, dass die Vertragsparteien durch die Konvention jeder Person durch ihre Rechtsprechung die üblichen Rechte und Freiheiten garantieren und dass sie ihren Auftrag erfüllen, angemessene Maßnahmen einzuleiten um zu verhindern, dass besagte Personen der Folter, Schmerzen oder unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung ausgesetzt werden, auch wenn dies durch Einzelne geschieht.?

 

 vgl. Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte

 Z. u.a. ./. Vereinigtes Königreich, Verfügung vom 10.05.2001

- Nr. 29392/95 - Paragraph 73.

Der rumänische Staat hat somit die Verpflichtung Verstöße gegen Artikel 3 der Konvention zu vermeiden, vor allem Foltermaßnahmen gegen Gefangene in Codlea und in anderen rumänischen Gefängnissen.

 II. Folter

Gemäß der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte, ist Folter beschrieben als

 ?Behandlung, die durch eine besondere Niedertracht absichtlicher, unmenschlicher Behandlungen gekennzeichnet ist und schwerwiegende, grausame Leiden hervorruft.?

 

 

vgl. Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte

 Aksoy ./. Türkei, Verfügung vom 10.12.1996

- Nr. 21987/93 - Paragraph 63

Das Gericht berücksichtigt die Definition der Folter im Artikel 1 der Konvention der Vereinten Nationen gegen Folter und andere Schmerzen oder grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlungen:

?Deshalb bezeichnet in der vorliegenden Konvention der Begriff ?Folter? jeglichen Akt bei dem ein Schmerz oder physische oder psychische akute Leiden einer Person absichtlich zugefügt werden, insbesondere um von ihr oder einer dritten Person einen Hinweis oder Geständnisse zu erhalten, um eine Tat, die sie oder eine dritte Person begangen hat oder der sie verdächtigt wird begangen zu haben, zu bestrafen, um sie einzuschüchtern oder Druck auf sie auszuüben oder um eine dritte Person einzuschüchtern oder Druck auf sie einzuüben, oder aus einem anderen Motiv heraus, das auf irgendeiner Form von Diskriminierung basiert, sei es, dass ein solcher Schmerz oder solche Leiden von einem Beamten in öffentlicher Funktion oder einer ganz anderen Person, die in offiziellem Auftrag handelt, oder auf sein Betreiben hin oder mit seinem ausdrücklichen Einverständnis oder Schweigen, zugefügt werden. Dieser Begriff bezieht sich nicht auf Schmerz oder Leiden, die einzig aus legitimer Strafe resultieren, die dieser Strafe innewohnen oder durch diese hervorgerufen werden.?

In der Angelegenheit Aksoy hat das Gericht entschieden, dass die Gewalt, die gegen einen gefesselten Gefangenen durch das sogenannte palästinensische Hängen ausgeübt wurde, Folter darstellt, weil die Durchführung dieser Behandlung eine gewisse Einübung und Vorbereitung benötigt.

 vgl. Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte

   Aksoy ./. Türkei, ebenda, Paragraph 64.

Die Schläge und die systematische und über längere Zeit anhaltende Vergewaltigung der Gefangenen in einer besonders geplanten Aktion mit dieser Wirkung muss gleichermaßen als eine Maßnahme angesehen werden, die eine gewisse Vorbereitung und Einübung benötigt. Diese Maßnahme wurde an den Gefangenen vollzogen mit dem Ziel sie einzuschüchtern. Außerdem hat die Ausführung dieser Behandlung schwere und bis heute anhaltende psychische Leiden verursacht. Weiterhin ist zu berücksichtigen, dass der Beweis für den vorbezeichneten Sachverhalt von Pater Don Demidoff erbracht worden ist, d. h., dass

?das Gericht berücksichtigt, dass wenn ein Individuum in Haft genommen wird und es sich bei guter Gesundheit befindet und man bei seiner Freilassung feststellt, dass es verletzt ist, es dem Staat obliegt eine plausible Erklärung für die Ursache der Verletzungen zu liefern, falls nicht Artikel 3 der Konvention zur Anwendung kommt.?

 vgl. Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte

  Aksoy ./. Türkei, ebenda, Paragraph 61.

 

Folglich ist außerdem zu berücksichtigen, dass die Vergewaltigung und Schläge, die von rumänischen Staatsbeamten systematisch ausgeführt wurden mit dem Ziel die Gefangenen, besonders verwundbare Personen, einzuschüchtern, den Tatbestand der Folter im Sinne von Artikel 3 der Europäischen Konvention zum Schutz der Menschenrechte und von Artikel 1 der Konvention der Vereinten Nationen gegen die Folter erfüllen.

Weiterhin stellt die Behandlung der Gefangenen, die weder Zugang zu einer angemessenenen medizinischen Versorgung (Pater Don Demidoff selbst hat ihnen die nötigsten Medikamente besorgt) noch Kontakt zu ihren Familien hatten ?

 

 vgl. Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte

Algür ./. Türkei,

Verfügung vom 22.10.2002 - 32574/96 - § 44 -

die sich wegen ihrer ethnischen Zugehörigkeit diskriminiert und physisch, psychisch und sexuell erniedrigt sahen, eine unmenschliche und besonders erniedrigende Behandlung dar.

 

 C.  Notwendige einzuleitende Maßnahmen

Folglich ersuche ich im Namen der Menschlichkeit und des Paters Don Demidoff das Komitee alle erdenklichen Maßnahmen zu ergreifen, die es für nötig und angemessen hält, um sicherzustellen, dass die rumänischen Behörden die Verpflichtungen aus Artikel 1 der Konvention der Vereinten Nationen gegen die Folter und aus Artikel 3 der Europäischen Konvention der Menschenrechte einhalten und die Folterungen der Gefangenen in Codlea und anderen rumänischen Gefängnissen einstellen.

 

Dr. Roland Giebenrath, D.E.A.

Rechtsanwalt

 


17.06.2007 Offener Brief an den Staatsanwalt



Offener Brief an den Staatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft am Appellationsgerichtshof in Brasov

 


Sehr geehrter Herr Staatsanwalt,

 


die Vernehmungen der Gefangenen in Sachen physischer und psychischer Folter am 11. Juni 2007 waren eine Farce.


Wenn ich in die Befragungen hätte eingreifen dürfen, hätten die Gefangenen ihre Angst verloren und die Wahrheit gesagt. Statt die menschenverachtenden Fakten beim Namen zu nennen, verwandten sie den Trick, die Situation des Gefängnisses zu loben.


So auch der sechste zu Vernehmende. Er lobte das Gefängnis und als Sie dann endlich den Agenten der Vollzugsanstalt vor die Tür befördert hatten, sprudelte der Gefangene die Wahrheit heraus. Der Agent lehnte dann mit seinem Ohr von außen an der Tür und wollte von Ihnen sogar die Ausfertigung der schriftlichen Erklärung, weil er beauftragt war, in Codlea Bericht zu erstatten. Gut, dass Sie ihm das verweigert haben, sonst wäre der sechste Gefangene nicht mehr am Leben. Ich bitte ihn bei der Fortsetzung der Befragungen wiederum zu laden, damit er erklären kann, was ihm danach geschehen ist. Das Eingreifen des Agenten und sein linkisches Bemühen die zu erwartende Wahrheit zu relativieren, muss wohl nicht kommentiert werden.

 


Ich bitte Sie im Namen der LIGA die bereits befragten Kandidaten nochmals zu laden und ihnen die faire Gelegenheit zu geben, ohne einen Vertreter des Gefängnisses zu berichten. Sie werden sehen, dass Sie dann ganz andere Berichte erfahren und auch erklärt bekommen, warum die Gefangenen bei der ersten Befragung gelogen haben.


Ich beantrage im Namen der LIGA, dass bei der Fortsetzung der Untersuchung am 15. Juli 2007 jeder Gefangene, in diesem Fall Zeuge, das Recht hat, ohne einen Vertreter des Gefängnisses seine Erklärung abzugeben.


Ich beantrage im Namen der LIGA das Recht mittels der Staatsanwaltschaft auch Fragen zu stellen und auf die Informationen zu verweisen, die mir jeder Gefangene schriftlich gegeben hat.


Ich bin sicher, dass Sie die Wahrheit im Interesse der öffentlichen Gerechtigkeit erfahren wollen und Ihren Diensteid respektieren.


Bisher haben Sie auf tadellose Weise die Untersuchungen geführt und die LIGA vertraut ihnen. Und selbstverständlich müssen die Täter in Codlea zur Verantwortung gezogen werden. Das ist im Interesse der Gerechtigkeit im rumänischen Staat.

 


Im Namen Gottes:
Pater Don Demidoff ICCC



Termine in Sachen Folter Hochsicherheitsgefängnis Codlea. Die Sache bewegt sich.



Am 29. Mai 07 wurde hat die Kommission für Menschrechte, Kulte und Probleme nationaler Minderheiten (Comisia pentru drepturile omului, culte si probeleme minoritatilor nationale) des rumänischen Parlamentes Pater Don Demidoff und seine Anschuldigungen bezüglich der Folter in rumänischen Gefängnissen gehört.

Der Präsident der Kommission ist der Abgeordnete Nicolae Paun.

Die Ausführungen von Pater Demidoff wurden bestätigt von dem Abgeordneten der Partei "Grosses Rumänien", der zu den gleichen Erkenntnissen gelangt war.

 

Demidoff übergab der Kommission unter anderem die einzelnen Proteste von 150 Gefangenen, die ihr Recht auf religiöse Freiheit und die Assistenz des Priesters Demidoff reklamierten. Demidoff ist es untersagt, weiter im Gefängnis den Gefangenen beizustehen und Beichte zu hören.

 

Die parlamentarische Kommission veranlasste daraufhin, den Justizminister zu hören und das Gefängnis in Codlea zu kontrollieren.

 

Am 07.06.07 hat der stellvertretende Generaldirektor der "Nationalen Administration der Gefängnisse" Gheorge Spaiuc, Pater Don Demidoff zu einem "Dialog" eingeladen. Bei dem Gespräch musste Demidoff erfahren, dass seine bewiesenen Anschuldigungen suspekt aufgenommen wurden und wie in allen Schriftsätzen der Nationalverwaltung bestritten werden.

 

Am 11.06.07 beginnt der Staatsanwalt (Procuror) Benga beim Parchetul langa Curt de Apel Brasov ( Staatsanwaltschaft beim Appellgericht in Brasov) aufgrund der Klage von Pater Demidoff die Verhöre von 45 Häftlingen, die schriftlich erklärt haben, dass sie physisch und psychisch gefoltert wurden. Demidoff hat die Zusicherung der Staatsanwaltschaft, dass er bei den Verhören anwesend sein kann, damit die Gefangenen nicht aufgrund ihrer bisherigen Erfahrungen aus Angst schweigen. Demidoff ist Beichtvater der Gefangenen und ermuntert sie, ihre Erfahrungen in Codlea selber zu schildern.



An das Parlament Rumäniens



 

Camera Deputatilor

Herrn Präsident Tudor Mohora

Comisia pentru Cercetarea Abuzurilor Coruptie si pentru Petitii

Ihr Schreiben Nr.34 /12.459 vom3. Mai 2007

Sehr geehrter Herr Präsident Mohora,

so macht man das im Neokommunistischen Rumänien. Die Beschuldigten halten natürlich zusammen, decken sich gegenseitig in ihren Antworten: also das Justizminsterium, das Corp de Control des Ministeriums und die Zentrale Gefängnisverwaltung Herr Generaldirektor Serban.

 

Die Briefe sind falsch oder undiplomatisch gesagt: Bewusste Lügen. Wir werden das beweisen.

 

Und die Deputaten, die wir fünfmal angeschrieben haben, ohne auch nur eine einzige Antwort zu bekommen, sind froh, sich so aus der Affäre ziehen zu können. Das glauben Sie auch nur.

 

Wir werden keinen Aufwand und Kosten scheuen, die Wahrheit ans Tageslicht zu bringen: in den rumänischen Gefängnissen wird gefoltert. Und damit brechen Sie die Konvention die Sie bei der Europäischen Union unterzeichnet haben. Sie sind wortbrüchig.

 

Wir haben dem Staatsanwalt beim Parchet neben dem Curt Apell Brasov alle Beweise übergeben.Wir werden auch nicht scheuen, die Deputaten des rumänischen Parlamentes zur Rechenschaft zu ziehen, weil sie sich weigern, die Folter in Rumänien abzuschaffen.

 

Im übrigen haben wir das Protokoll nicht mehr verlängert, weil wir damit unsere Hände nicht auch schmutzig machen wollten und die Folter akzeptieren.

 

Mit gleicher Post informieren wir den Präsidenten der Europäischen Kommissionen Herrn Dr. J.Barroso, ebenso das Europäische Parlament, Herrn Prof.Dr. Hans-Gert Pöttering, Brüssel sowie a l l e Regierungen der Europäischen Union. Sie glauben doch nicht im ernst, dass Sie die LIGA für Moralische Wiedergeburt für dumm verkaufen können.

 

Iacobeni, den 10.05.2007

Pater Don Demidoff ICCC

LIGA für Moralische Wiedergeburt in Rumänien



Sehr geehrter Herr Staatsanwalt Benga,




Sie haben mich heute sehr beeindruckt und ich will Ihnen sagen dürfen, dass ich Ihnen im Namen Gottes volles Vertrauen schenke. Ich weiss, dass nicht alle Gefangenen die Wahrheit sagen und einige mich auch missbrauchen wollen. Aber das ist nicht die Mehrzahl. Ich habe in Codlea erschütternde Beichten gehört und ich schäme mich nicht meiner Tränen. Nächte habe ich damit zugebracht, das gehörte Leiden zu verarbeiten. Und auch die Leiden der Angehörigen, die ich besuchte, sind unvorstellbar.


Ich leide sehr darunter, dass einige nun wieder geschlagen werden, nur deshalb, weil sie durch "Bosco" zur Staatsanwaltschaft gerufen werden. Ich werde jeden Hieb auch auf meinem Leib spüren.


Als Christen müssen wir verzeihen und diese Menschen bekommen nur Hoffnung, wenn auch sie Menschen erleben, die ihnen verzeihen. Natürlich sind das Kriminelle. Aber die höchste Strafe in einer Demokratie für einen Kriminellen ist der Freiheitsentzug. Folter, ob psychisch oder physisch, ist absolut untersagt.


Ich sagte heute, wir sollten in die Resozialisierung investieren, nicht in die Strafen. Resozialisierung bedeutet auch, dass ein Priester Moral anmahnt auf der Seite der Gefangenen, aber auch bei denen, die im Strafvollzug tätig sind.


Wenn wir einst vor dem Angesicht Gottes stehen, werden wir doch sicher nicht wegen einfacher menschlicher Vergehen verurteilt. Aber wir werden gefragt werden: Wen hast Du Priester mitgebracht? Wen hast Du Staatsanwalt mitgebracht? Ich möchte, dass wir beide sagen können: Mein Gott, ich habe einige Kriminelle mitgebracht, denen haben wir Hoffnung gegeben und Recht und sie haben ihr Leben geändert und ihre Taten bereut. Am Kreuz gab der HERR einem der mitgekreuzigten Kriminellen das Versprechen, ihn unmittelbar mit in das Himmelreich zu nehmen. Der Kriminelle hatte nichts anderes getan als bereut.


In diesem Sinne, sehr geschätzter Herr Staatsanwalt Benga, ist es ein grosses Verbrechen der Gefängnisleitung, dass Beichtkorrespondenz geöffnet, vernichtet wird und Gefangene büssen müssen, weil sie mir ihr Leiden erzählen.
Wenn der Direktor von Codlea mich nicht zu den Gefangenen lässt, werden wir weitere strafrechtliche Verfahren eröffnen und ich werde nicht aufhören alle Regierungen in Europa über diese unglaublichen Vorgänge zu informieren. Die Finanzierung dieser Arbeit ist gesichert.


Ich danke Ihnen sehr, dass Sie es mir ermöglichen, bei den Befragungen die Gefangenen seelsorgerisch zu betreuen. Das zeichnet Sie sehr aus in unserem christlichen Verständnis.


Auch wenn dieser Brief ziemlich persönlich klingt, er ist doch offiziell und man darf ja auch mal offiziell danken und Emotionen zeigen, oder nicht?
Ich wünsche Ihnen Kraft für Ihre weitere schwere Arbeit, die auch nach 20 Jahren Dienst nicht einfacher wird und sicher in der bewegenden Zeit des Wandels dieses Rumäniens manche Nerven kostet. Darum wünsche ich Ihnen aber auch Mut, Ihre Arbeit, wenn es sein muss, gegen den Strom der Mächtigen, aber für das Gesetz zu erfüllen.


Ich weiss immer noch nicht warum, aber ich liebe Ihr Land, trotz der Schmerzen, die man mir auch von der "Obrigkeit" in 16 Jahren zugefügt hat. Doch ist diese Liebe oft von Bauchschmerzen begleitet.
Gott gebe Ihnen viel Gnade und ich sende Ihnen den bescheidenen Segen eines Priesters, der auf der Seite der Gedemütigten und Entrechteten und Ausgestossenen steht.


Verzeihen Sie mir diese persönlichen Zeilen.


Ihr Pater Don Demidoff ICCC

 




Pater Don Demidoff wird sich wieder mit den Staatsanwälten aus Brasov, welche die Folterfälle in der Strafanstalt Codlea untersuchen, treffen.

 

Pater Don Demidoff bekommt Anzeigen von immer mehr Inhaftierten

In Codlea folgen den Folterungen Drohungen

 

Den von Pater Don Demidoff unternommenen Massnahmen zur Beendigung der Folteraktionen in der Strafanstalt Codlea folgten ungewöhnliche Reaktionen der Verwaltung der Strafanstalt. Die Inhaftierten, welche mit Pater Don Demidoff in Verbindung geblieben sind, werden in letzter Zeit schlechter als vorher behandelt.

 

Eines der letzten Beispiele ist dasjenige eines Inhaftierten, welcher, obwohl er auf Bewährung freigelassen werden sollte, von der Verwaltung “unterstützt” worden ist, sich noch mehrere Monate in der Strafanstalt aufzuhalten. Zufällig oder nicht, war dieser Inhaftierte einer derjenigen, welche in der Vergangenheit einen umfangreichen Briefwechsel mit Pater Don Demidoff führten.

 

Die Signale, welche ich von den Insassen aus Codlea empfange, beunruhigen mich. Der betreffende Inhaftierte hat eine längere Strafe erhalten, nur weil er auf die dortigen Unregelmäßigkeiten aufmerksam gemacht hat. So geht es nicht mehr weiter. Die Folterungen dort müssen sofort gestoppt werden und die Insassen müssen wie Menschen behandelt werden, sagt Pater Don Demidoff.

 

Pater Don Demidoff hat einige Fragebögen an die Inhaftierten ausgeteilt um zu erfahren, welches die Sachlage in dieser Strafanstalt ist. Der Fragebogen folgt mehreren Briefen seitens der Verwaltung der Strafanstalt, welche Pater Don Demidoff versicherten, dass sich die Bedingungen in der Strafanstalt Codlea gebessert haben. Aus den Ergebnissen des Fragebogens geht aber so etwas nicht hervor. Laut den Aussagen der Insassen, die diese Fragebögen ausgefüllt haben, sind die Bedingungen weiterhin schlecht und alle erwähnen die Folter und die Schlägereien, denen sie ausgesetzt sind.

 

Die Gefängnisleitung erwähnt die Folter nicht

Pater Don Demidoffs unzählige Benachrichtigungen betreffend der Situation in Codlea haben letztendlich zu einer Reaktion des Staatsanwaltes Alexandru Serban, Generaldirektor der Nationalverwaltung der Strafanstalten, geführt. In einer Antwort auf ein Schreiben des Paters  erwähnt Serban seine Bereitschaft ein neues Protokoll mit der Liga für Moralische Wiedergeburt, deren Vorsitzender und Gründer Pater Don Demidoff ist, zu unterzeichnen, damit der Pater die religiöse Betreuung der Inhaftierten in Codlea sichern kann. In seiner Antwort aber vermeidet Serban elegant jegliche Bezugnahme auf das Hauptelement der vom Pater angezeigten Probleme: die Folter, der die Inhaftierten ausgesetzt sind. Durch mehrere Eingaben haben Sie ihren Standpunkt (...) gegenüber den Haftbedingungen im System der Strafanstalten und der moralischen und beruflichen Rechtschaffenheit der Leitung der Strafanstalt Codlea geäussert, aber diese gaben auch Übertretungen der Rechte der Inhaftierten als auch strafbare Taten an. (...) Die in den Eingaben angegebenen Aspekte haben sich nicht bestätigt, ist der einzige undeutliche Bezug Serbans auf die von Pater Don Demidoff erwähnten Folterungen.

 

Pater Don Demidoff verfolgt sein Vorhaben weiter

Das ständige Schweigen der Behörden bezüglich des Folterverdachts in der Strafanstalt Codlea entmutigen den Pater aber nicht. Dieser ist fest entschlossen die legalen Maßnahmen fortzusetzen und die zuständigen Behörden zu benachrichtigen, zu untersuchen und danach die notwendigen Schritte einzuleiten um jegliche unmenschliche Behandlung, der die Insassen ausgesetzt sind, zu beenden.

 

Da die rumänischen Parlamentarier, das Justizministerium und die Nationalverwaltung der Strafanstalten Pater Don Demidoffs wiederholte Anklagen bezüglich der Situation in Codlea völlig ignoriert haben, hat der Pater beschlossen, die Untersuchungsorgane zu verständigen und er hat sich mit den Staatsanwälten der Staatsanwaltschaft Brasov getroffen.

 

Ich habe den Staatsanwälten aus Brasov alles, was ich bezüglich dieses Falles sammeln konnte, vorgelegt. Es sind einige Akten, welche die von mir unternommenen Massnahmen zur Beendigung der Folterungen in Codlea enthalten. Diese Akten enthalten auch ca. 300 Briefe, welche ich von den Inhaftierten empfangen habe. In diesen Briefen beklagen sich die Inhaftierten über die unmenschlichen Bedingungen, über das Fehlen der ärztlichen Versorgung und insbesondere über die Folterungen aus der schon bekannten V. Sektion, denen sie ausgesetzt sind. Jemand muss diese Dinge untersuchen und ich freue mich, dass die Staatsanwälte aus Brasov damit begonnen haben, so Pater Don Demidoff.

 

Berichte auch aus anderen Strafanstalten

Es scheint, dass die Situation in Codlea keine Ausnahme ist. Andere Inhaftierte aus dem Land haben von dem Vorhaben des Paters erfahren und haben ihm in ihren Briefen die eigene Situation geschildert. So ein Beispiel ist dasjenige eines Inhaftierten aus Arad, der in einem langen Brief die unmenschlichen Bedingungen, unter denen die Insassen leben, die Tatsache, dass die Agenten oftmals die Inhaftierten verprügeln, manchmal sogar maskiert um nicht erkannt zu werden, beschrieben hat.

 

Pater Don Demidoff ICCC




Pater Don Demidoff ist es gelungen, die Klagen der Inhaftierten vor die Ermittlungsbehörden zu bringen

 

Die Staatsanwälte verfolgen die Folterer

 

Die Staatsanwälte der Staatsanwaltschaft Brasov haben begonnen, die von Pater Don Demidoff angezeigten Gesetzesübertretungen in der Strafanstalt Codlea zu untersuchen. Der Präsident der Europäischen Kommission, José Manuel Barroso, prüft diesen Fall auch.

 

Mitte dieser Woche hat sich Pater Don Demidoff mit den Staatsanwälten der Staatsanwaltschaft Brasov getroffen, um die Fälle der Folterungen, denen die Infaftierten der Strafanstalt Codlea ausgesetzt sind, zu besprechen. Die Parlamentarier Rumäniens, das Justizminsterium und die Nationalverwaltung der Strafanstalten haben die wiederholten Anklagen Pater Don Demidoffs betreffend der Situation in Codlea völlig ignoriert, so dass Pater beschlossen hat die Staatsanwaltschaft zu verständigen. Pater Don Demidoff hat diese Aktion als Vorsitzender und Stifter der Liga für Moralische Wiedergeburt eingeleitet.

 

Ich habe den Staatsanwälten in Brasov alle Dokumente in dieser Sache , die ich gesammelt habe, vorgelegt. Es sind einige Bände Akten, die meine Anklagen gegen die Folter in Codlea beweisen. Ich habe hier auch einen Teil der ca. 300 Briefe die ich von den Inhaftierten bekommen habe, hinzugefügt. In diesen Briefen schildern die Inhaftierten die unmenschlichen Zustände, das Fehlen der ärztlichen Sorge und besonders die Folterungen, denen sie in der schon berühmten Sektion V ausgesetzt sind. Jemand muss diese Dinge untersuchen und ich freue mich dass die Staatsanwälte aus Brasov damit begonnen haben, so Pater Don Demidoff.

 

In den vom Pater den Staatsanwälten vorgelegten Briefe, sind die Namen der Inhaftierten, die die Folter beklagen, ausgelöscht, um diese von weiteren "Behandlungen" zu schonen. Ich bin bereit den Staatsanwälten die Namen dieser Inhaftierten bekannt zu machen, aber erst im Moment in dem ich die Gewissheit habe, dass die Untersuchungen seriös sind. Alle müssen wissen, dass das was in Codlea passiert, keine Kleinigkeit ist. Es ist sehr ernst. In einer Demokratie ist der Freiheitsentzug die maximale Strafe, nicht aber auch die Folterung und die unmenschlichen Bedingungen in Codlea, sagt Pater Don Demidoff .

 

Reaktionen der Europäischen Kommission

In sehr kurzer Zeit hat Pater Don Demidoff auch eine Reaktion seitens des Präsidenten der Europäischen Kommissionen , José Manuel Barroso, erhalten. In der Antwort durch Barrosos Kabinett, erklären die Vertreter der Europäischen Kommission dass sie sich vorläufig nicht in den von Pater Don Demidoff angegebenen Fall involvieren, erst müssen alle gerichtlichen Wege in Rumänien erschöpft sein,und wenn es in Rumänien nicht gelingt diese Situation zu lösen, kann man sich an den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte wenden. Doch sehr wichtig ist die Erklärung der Vertreter der Europäischen Union, dass sie die Entwicklung dieser Situation sehr aufmerksam verfolgen.

 

Glaubt an seinen Erfolg

Ebenfalls in den vergangenen Tagen hat Pater Don Demidoff einen neuen Brief von Alexandru Serban, dem Leiter der Nationalverwaltung der Strafanstalten aus Rumänien empfangen. Ohne eine Antwort zu den Anklagen Demidoffs bezüglich der Folterungen zu geben, behauptet Serban, dass sich in letzter Zeit die Bedingungen in Codlea gebessert haben. Alexandru Serban unterstreicht in diesem Brief dass jeder einzelne Inhaftierte nun ein eigenes Bett haben, die Hygiene und das System der ärztlichen Sorge habe sich entsprechend gebessert. Aufrichtig sage ich , bevor das sehe, habe ich meine Zweifel dass es so ist, aber wenn es wirklich so ist, kann ich mich nur freuen. Diejenigen die aber schuldig an der Folter sind und gegen denen sich die Inhaftierten beklagen, müssen dafür zahlen, ergänzt Pater.

 

Die Beichten in der Strafanstalt

Im letzten Jahr hat Pater Don Demidoff die religiöse Betreuung der Inhaftierten in Codlea auf der Grundlage eines Protokolls mit der Verwaltung der Strafanstalt übernommen. Aufgrund seiner Kritiken der Zustände wurde der Pater gezwungen, die Zusammenarbeit mit der Verwaltung der Strafanstalt zu unterbrechen. Ich mache mich nicht mitschuldig mit Menschen die foltern, erklärt Pater Don Demidoff. In der Folge der Auflösung des Protokolls haben die Inhaftierten hunderte Briefe verfasst, in denen sie verlangen,dass der Pater zu seiner Tätigkeit zurückkehren soll. Danach wurde es den Inhaftierten verboten dem Pater weitere Briefe zu schreiben.

 

 




Brief Antwort an das Justizministerium in Bukarest

Inspektion des Ministers

 

Ihr Schreiben Nr. 47916/567/P/2007 vom 17.April 2007

 

Uns ist nicht ganz durchsichtig, warum Sie mehrere Schreiben immer mit dem gleichen Inhalt verfassen.

 

Wie auch immer, Ihre Vorhalte sind falsch und konstruiert. Das haben wir Ihnen schon mehrmals mitgeteilt.

 

Wir haben keine Regel gebrochen, wenn wir Ausnahmen von der Regel zugunsten der Gefangenen gewünscht haben, haben wir die mit dem Psychologen abgesprochen und eine Genehmigung erhalten. Mit dem Direktor war eine normale Kommunikation nicht möglich, das haben wir mehrmals dargelegt. Niemals haben wir im Bereich des Gefängnisses fotografiert. Es lohnt sich wohl kaum, auf die Beschuldigungen im Einzelnen einzugehen, weil sie wie gesagt nach "guter, alter kommunistischer Ideologie" konstruiert und schlicht und einfach gelogen sind.

 

Wir behalten uns bezüglich dieser Verleumdungen rechtliche Schritte vor, weil in diesem Staat wenigstens inzwischen die Gerichtsbarkeit funktioniert, zu sehen an den Prozessen, die wir gegen verschiedene Ministerien mit hoher Daune morale gewonnen haben.

 

Bezeichnend für die Tricks, die Sie anwenden ist, dass Sie mit keinem Wort in keinem Schreiben auf den wichtigsten Grund unserer Vorwürfe eingehen, die

 

Folter.

 

Weil unsere Vorwürfe, die wir beweisen, wahr sind, meiden Sie dieses Thema. Wir haben uns geweigert, ein neues Protokoll zu unterzeichnen, weil wir nicht bereit sind, uns die Hände in Ihrem System schmutzig zu machen. Wenn Sie glauben, dass unsere Publikationen "Geheimnisverrat" sind, dann warten wir gerne Ihren Prozess ab. Als "LIGA für moralische Wiedergeburt" sind wir verpflichtet Ihre Verletzungen gegen die Menschenrechte publik zu machen. Ausserdem verletzen Sie ständig mit der Folterpraxis die EU-Konvention, die Sie unterzeichnet haben.

 

Wir fordern Sie nochmals auf, beenden Sie sofort die Folter in den rumänischen Gefängnisssen.

 

Ausserdem stellen wir fest, dass die Behauptungen im Schreiben der Zentralen Administration der rumänischen Gefängnisse des Herrn Generaldirektors Alexandru Serban vom 19.03.2007 Nr. 3908/

 

auch unwahr sind. Es ist nicht wahr, dass die Konditionen der Gefangenen nach dem Ausscheiden der Liga wesentlichen verbessert wurden.

 

Wann werden Sie endlich den Unterschied von Wahrheit und Lüge in Rumänien lernen?! Wie Ihnen bekannt ist, haben wir das gesamte Dosar inzwischen dem Parchetul langa Curt de Apel Brasov übergeben. Dosar Nr. 131P 2007

 

 




Sind wir noch normal?

 

Während in den rumänischen Gefängnissen die Menschen gequält werden und in Zuständen darben müssen, in denen im anderen Teil Europas nicht mal Schweine hausen, regt sich der Europarat in Brüssel darüber auf, dass in Deutschland einige Jugendliche in den Haftanstalten von anderen Häftlingen gequält und verletzt werden.

 

Sicher ist in Deutschland auch jeder Häftling zu schützen, der irgendwelchen Torturen unterliegt. In Rumänien jedoch hausen mehr als Tausend Häftlinge in einer Anstalt und oft 50 in einer Zelle. Ihre Torturen von Staatswegen veranlasst und die Folterungen sind Hundertfach und keiner im Europarat regt sich darüber auf.

 

Der Vorsitzende der LIGA für moralische Wiedergeburt in Rumänien, Pater Don Demidoff ICCC, erhielt von Brussel die Antwort, dass man kein Recht habe, sich in die Internas in Rumänien einzumischen. Warum hat man dann das Recht, sich in die Internas von Deutschland einzumischen?

 

Was stimmt denn eigentlich? Sind wir noch mormal? Oder werden wir alle für dumm verkauft? Demidoff hat inzwischen beim Generalstaatsanwalt in Brasov Strafanzeige gegen die "Herren" des Gefängnisses im rumänischen Codlea erstattet und ein Beweismaterial von mehreren Hundert Seiten überreicht. In der gleichen Zeit werden die Gefangenen weitergequält und ihnen angedroht, wenn sie der LIGA weitere Informationen gäben, sie "das Licht der Sonne nicht wiedersehen". Es sind nicht wenige Häftlinge, die die Folter nicht überleben. Es heisst dann immer lakonisch: "Herzversagen"-




Nachdem Pater Don Demidoff auf die Folterungen in Codlea aufmerksam gemacht hat

 

In Codlea ist ein Inhaftierter gestorben

 

Ein 33jähriger Inhaftierter ist in dieser Woche in der Hochsicherheitsstrafanstalt Codlea unter ungeklärten Umständen gestorben. Der Tod des Inhaftierten trat ein, obwohl Pater Don Demidoff seit über einem halben Jahr unzählige Klagen und Informationen bezüglich der in der Strafanstalt ausgeübten Folter und der unmenschlichen Lebensbedingungen, die dort herrschen, veröffentlicht hat.

 

Zufälligerweise war Sorin Crivat, der junge 33jährige Mann, der in Codlea gestorben ist, auch ehemaliger Sicherheitsdirektor der APAPS. Laut der Zentralmedien, soll der Vater von Sorin Crivat behauptet haben, dass sein Sohn während der Dauer seiner Haft in Codlea mehrmals bedroht worden ist. Ausserdem sind auch die Bedingungen, unter denen der junge Mann gestorben ist, unklar. Die Vertreter der Strafanstalt haben eine Pressemitteilung veröffentlicht, aus der hervorgeht, dass Sorin Crivat erst nachdem er in das Nothilfespital geschickt worden war, in Ohnmacht gefallen sei. Die Rechtsanwälte des jungen Mannes haben aber gestern den Medien erklärt, dass der Arzt und die Krankenschwester behaupten, der Häftling solle tot befördert sein worden. Das gerichtsärztliche Vorattest zeigt, dass Sorin Crivat wegen eines Herz-Atemstillstands gestorben sei. Die Gerichtsmediziner werden die Endergebnisse erst in drei Wochen bekannt geben.

Der Tod des Inhaftierten aus Codlea hat eine Untersuchung der Strafanstalt ausgelöst, obwohl der Vorsitzende der Liga für Moralische Wiedergeburt, Pater Don Demidoff, unzählige Male auf die Unregelmäßigkeiten in der Strafanstalt aufmerksam gemacht hat. Bis jetzt hat die Liga schon Hunderte Benachrichtigungen verbreitet und mehrere Klagen, unter anderen auch gegen die Justizministerin, Monica Macovei, und den Generaldirektor der Nationalverwaltung der Strafanstalten in Rumänien, Alexandru Serban, eingereicht. Außerdem hat der Vorsitzende der Liga für Moralische Wiedergeburt, Pater Don Demidoff, je einen Protestbrief an alle Senatoren und Abgeordnete Rumäniens als auch an mehrere Institutionen der EU geschickt. Ende dieser Woche hat Pater Don Demidoff auch eine Klage bei der Europäischen Kommission, der Abteilung für Justiz, Freiheit und Menschenrechte eingereicht.

 

Das Schweigen der Verantwortlichen

Nachdem er regelmässig als Seelensorger die Inhaftierten aus Codlea besucht und eine Reihe von Gesprächen mit diesen geführt hat, hat Pater Don Demidoff auf die Unregelmäßigkeiten dort aufmerksam gemacht. Er hat seitens der Inhaftierten mehrere Informationen bezüglich der unmenschlichen Bedingungen, der fast nicht existierenden ärztlichen Versorgung und insbesondere über die dort von gewissen Wächtern ausgeübten Foltermethoden erhalten. Im Namen der Liga für Moralische Wiedergeburt hat Pater Don Demidoff die zuständigen Behörden benachrichtigt. Leider werden in den erhaltenen Antworten die wichtigen Probleme nicht angesprochen. Fast identisch vermeidet sowohl die Untersuchungsabteilung des Justizministers als auch die Nationalverwaltung der Strafanstalten Antworten auf das Problem der Folter und der Lücken in der ärztlichen Versorgung. Die oben erwähnten Antworten, der Liga Ende Februar bzw. Anfang März zugesandt, behandeln nur die den Inhaftierten erlaubte Religionsfreiheit. Die Nationalverwaltung der Strafanstalten wiederholt ihre Offenheit gegenüber erneuten Gesprächen zur Auslotung von Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit der Stiftung Sf. Don Bosco unter den Bedingungen der Einhaltung des gesetzlichen Rahmens, der den Strafvollzug durch Freiheitsentzug und die Sicherheit der Gefangenschaft gewährleistet, so eine Formulierung aus beiden von der Liga für Moralische Wiedergeburt erhaltenen Antworten. Kein Wort aber über die dort ausgeübten Folterungen. Pater Don Demidoff will das von ihm angefangene Vorhaben nicht aufgeben. "Ich habe Hunderte, Tausende Seiten, in denen ich über die Unregelmäßigkeiten in Codlea aufmerksam machte, versendet. Ich habe auch die Parlamentarier darüber informiert. Es wurden keine Massnahmen getroffen. Ein Mensch ist in Codlea gestorben und die Inhaftierten haben mir weiterhin über die Ungerechtigkeiten dort geschrieben", so der Pater.

 

Die Parlamentarier sind stumm

Jeder der über 500 rumänischen Parlamentarier hat ein grosses Kuvert mit Unterlagen und Informationen bezüglich der Situation in Codlea erhalten. Zehn Seiten lange Briefe wurden von Pater Don Demidoff verschickt. Ausser einigen Reaktionen gegenüber diesen Informationen, welche die Medien den Parlamentariern entlocken mussten, hat kein Parlamentarier reagiert.

 

Pater Don Demidoff ICCC

Independent Catholic Ecumenic Church USA Iacobeni




 

Ministerul Justitiei
Corpul de Inspectie al Ministrului
Str. Apollodor 17 sect 5
Bucuresti

 

Ihr Schreiben Nr. 23584/262/P/2007 vom 09. März 2007 ohne Name des Verfassers

 

Ihr Schreiben weisen wir inhaltlich scharf zurück. Sie arbeiten mit den gleichen falschen Informationen wie die Generaldirektion der Penitenciare, Herr Procuror Serban.

 

Ihr Anwürfe sind falsch und verleumdend, beleidigend ohnedies. Auch diesbezüglich behalten wir uns rechtliche Schritte vor.

 

Wir sehen in Ihrem Schreiben, wie auch in dem von Herrn Serban, den Versuch, von den eklatanten Tatsachen abzulenken und mit einem Trick, nämlich der Gegenanschuldigung von den Menschenrechtsverletzungen in den Gefängnissen abzulenken. Warum gehen Sie mit keinem einzigen Wort auf die Folter in den Gefängnissen ein?

 

Ganz einfach, weil die von uns publizierten Tatsachen wahr sind.

 

Wir haben in Brüssel dem Herrn Präsidenten Barroso eine Klage vorgelegt, vertreten durch unseren Anwalt Dr.R.Giebenrath in Strasbourg und in Bukarest dem Generalprocuror ebenfalls unsere Strafanzeige vorgelegt, vertreten durch Avocata Mr.Aneta Vovca. Bukarest.

 

In verschieden Schreiben von Herrn Procuror Serban wurde von einem Gespräch gesprochen. Eine Einladung oder einen Termin haben wir nie erhalten. Es war also eine Farce. Auch sprechen von einem Gesprächsangebot.

 

Das werden wir nur dann annehmen, wenn Sie unverzüglich die Order erteilendie Folter in Codlea und in anderen Gefängnissen einzustellen und die Verantwortlichen fristlos entlassen.

 

Unsere Strafanzeige haben wir u.a. gegen den Direktor Dumitrache und gegen 6 Peiniger selbst erstattet, deren Namen uns bekannt sind und wir die Beweise haben.

Wenn Sie die Folter eingestellt haben , geben Sie uns bitte einen Gesprächstermin und wir überlegen, ob es eine Möglichkeit gibt, die Klagen zurückzuziehen.

 

 

Iacobeni / Strasbourg, den 16. März 2007

 

Pater Don Demidoff ICCC

Presedinte Liga Renastere Morala

International Council of Community Churches USA

Kopie

Dr. Barroso, Brüssel

Dr. Giebenrath, Strasburg

Mr. Aneta Vovca Bucarest

Dnl Presedinte Traian Basescu

Deputate Romaniei

Senatori Romaniei










Ziarul de Sibiu Seite 5

 

Rumänische Tageszeitung vom 02.03.2007

 

Die "Liga für Moralische Wiedergeburt" "Liga pentru Renastere Morala", mit dem Sitz in Iacobeni, hat Strafanzeige gegen verschiedene Vertreter der Regierung erstattet und versucht die Folterpraktiken im Hochsicherheits-Gefängnis in Codlea zu unterbinden.

 

Die Liga hat sogar gegen die Justizministerin Monica Macovei und den Generaldirektor der Direktion der Strafanstalten in Rumänien, Alexandru Serban, Strafanzeige erstattet. Außerdem hat der Vorsitzende der "Liga für Moralische Wiedergeburt" in Rumänien, Pater Don Demidoff, je einen Protestbrief an alle Senatoren und Abgeordnete in Rumänien und an mehrere Institutionen der EU gesendet. "Wir werden diesen Weg bis Straßburg fortsetzen, wir werden alles, was notwendig ist, unternehmen um die rumänischen Behörden zu verpflichten die Folterungen in den rumänischen Gefängnissen zu beenden", hat Pater Don Demidoff erklärt.

 

 

Seine Aktionen werden durch Unterschriften von mehr als 150 Inhaftierten des Gefängnisses in Codlea unterstützt. Pater Don Demidoff hat schon mehrere Briefe der Inhaftierten des Hochsicherheits-gefängnisses im Kreis Brasov veröffentlicht. Die Unzufriedenheit der Inhaftierten begann, nachdem Pater Don Demidoff der Zugang zur Strafanstalt in Codlea, um Beichten und Gespräche mit den Gefangenen durchführen zu können, untersagt wurde. Die Inhaftierten verlangten seine Rückkehr, aber die Leitung der Strafanstalt hat diese abgelehnt. Die Inhaftierten haben einen Protest unterzeichnet, in Folge dessen, so die Liga, sich die Anzahl der Folterakte erhöht hat. "Der Leiter der Strafanstalt Codlea hat uns gesagt, wenn wir die Anklage unterzeichnen, steckt er uns in die Sektion V und wir sehen nie wieder die Sonne", steht in einem Brief eines Inhaftierten, der an die Liga geschickt wurde.

 

 

Weiterhin erklärt Pater Don Demidoff, dass er während der mit ihm in der Strafanstalt Codlea durchgeführten Beichten Genaueres über die Folteraktionen und -methoden erfahren hat. "Neben Beratungen und Einzelgesprächen mit jedem Inhaftierten habe ich auch einer grosse Anzahl Inhaftierter die Beichte abgenommen. In vielen Beichten habe ich von den Qualen und Foltern, denen die Inhaftierten ausgesetzt sind und die von den «Agenten» durchgeführt werden, zu hören bekommen. Viele der Darstellungen waren so grausam, dass ich selbst viel seelische Kraft aufbringen musste um diese zuerst verstehen und danach verarbeiten zu können. Obwohl ich der Meinung bin, dass diese Folterakte streng verurteilt werden müssen, habe ich - wegen des Sakraments der Beichte - nicht die Möglichkeit Namen und Einzelheiten derjenigen, welche diese Vorkommnisse gebeichtet haben, weiter zu geben", hat Pater Don Demidoff unter Eid erklärt.

 

 

Gemäss der europäischen Gesetzgebung hat ein Schwein in einem Schweinestall das Recht auf 1,3 qm (Richtlinie 91/630/CEE). In Codlea, können nicht einmal alle Insassen einer Zelle gleichzeitig stehen, weil der Platz dafür nicht ausreicht. Laut der "Liga für Moralische Wiedergeburt" müssen sie auch meistens je zu zweit in einem Bett schlafen.

 








RA / Avocat Dr. Roland Giebenrath

14 quai Kléber

F-67000 Strasbourg

Tel +33-(0)3-88-756011

Fax +33-(0)3-88-756010 

e-mail: info@ra-dr-giebenrath.biz

 

Herrn Präsidenten der Europäischen Kommission

Dr. José Manuel Durão Barroso

Europäische Kommission

Rue de la Loi 200

B-1049 Bruxelles

 

06.03.2007

156/02GI/SC

 

Demidoff, Pater Don ./. Rumänien

 

wegen Verstoßes Rumäniens gegen Art. 6 Abs. 1 EU-Vertrag

aufgrund der Zustände in rumänischen Gefängnissen

 

Sehr geehrter Herr Präsident,

 

in vorbezeichneter Angelegenheit zeige ich an, dass Pater Don Demidoff, Vorsitzender der Liga für moralische Wiedergeburt, RO-557105 Iacobeni, Rumänien, mich mit der Vertretung seiner Interessen gegenüber dem rumänischen Staat beauftragt hat. Ordnungsgemäße Bevollmächtigung wird anwaltlich versichert.

 

Namens und im Auftrag meines Mandanten teile ich folgenden Sachverhalt (A.) mit, den ich sodann durch Ausführungen zur Rechtslage (B.) ergänze:

 

A. Sachverhalt

 

Pater Don Demidoff ist deutscher Staatsangehöriger und lebt seit 1991 in Rumänien. Er hat dort u.a. ein Heim für von ihren Eltern ausgesetzte und daher sogenannte "Stra-ßenkinder" aufgebaut. Zudem besucht er regelmäßig und mit ausdrücklicher Billigung des rumänischen Justizministeriums als Seelsorger Häftlinge in verschiedenen rumäni-schen Gefängnissen (vgl. Anmerkung 2 am Ende dieses Schriftsatzes).

 

Gleichwohl negiert etwa der Leiter der Haftanstalt von Codlea, Kreis Brasov, das Zu-trittsrecht meines Mandanten zu der bezeichneten Haftanstalt. In der Vergangenheit hatte sich mein Mandant in dem im hinteren Teil des Gebäudes befindlichen Warte-raum stundenlang anstellen müssen, um eingelassen zu werden und seine seelsorge-rische Tätigkeit wahrnehmen zu können. Gleichwohl wird mein Mandant häufig auch an der Abnahme der Beichte gehindert, obwohl inzwischen Hunderte der Häftlinge (kann erforderlichenfalls in Briefen dokumentiert werden) seinen Besuch und Beistand als Priester und Präsident der LIGA wünschen.

Ein mit der ehemaligen Gefängnisleitung ausgehandeltes Protokoll wird durch den neuen Direktor von Codlea nicht mehr respektiert. Dieser hatte dem Pater gegenüber erklärt, dass "er" nicht in Europa integriert werden wolle. Für Don Demidoff bestanden nach dieser Aussage keine Ansätze für eine Zusammenarbeit mehr. Pater Demidoff hat seine seelsorgerische Tätigkeit in der Haftanstalt Codlea daher mittlerweile ein-stellen müssen, weil ihm alle Rechte eines Priesters verweigert wurden.

 

In seiner Eigenschaft als Seelsorger wurde ihm jedoch die skandalöse Situation rumä-nischer Gefangener bekannt, und er hat über unhaltbare Zustände in den dortigen Ge-fängnissen berichtet und die Verantwortlichen gebeten, die Folter sofort einzustellen.

 

Die Häftlinge werden im oben genannten Gefängnis körperlich, psychisch und sexuell misshandelt. Für die Ausübung der Folter gibt es einen speziellen Raum, "Sektion V" genannt. Häftlinge haben meinem Mandanten berichtet, dass sie bisweilen 20 bis 30 mal am Tag in ihrer Zelle vergewaltigt wurden und bei Beschwerden in die Sektion V verbracht wurden, wo sie an Händen und Füssen an einem Eisenbett gefesselt von fünf maskierten "Agenten" zusammengeschlagen und als Wehrlose gefoltert wurden.

 

Ein an Hepathitis leidender Häftling habe eigentlich nach Verbüßung einer sechsjäh-rigen Freiheitsstrafe auf Bewährung entlassen werden müssen, was ihm jedoch mit dem Hinweis verweigert worden sei, er habe in Haft nicht gearbeitet. Seine Arbeitsun-fähigkeit aufgrund einer Hepatitis-Erkrankung sei bei der Entscheidung nicht berück-sichtigt worden. Mein Mandant hat dem betroffenen Häftling wenigstens die nötigsten Medikamente besorgt und - allerdings vergeblich - versucht, diesen in eine Haftanstalt verlegen zu lassen, in der ihm ärztliche Hilfe zur Verfügung gestanden hätte.

 

Zwar steht den Inhaftierten von Codlea theoretisch das Recht zu, Briefe zu schreiben. In der besagten Haftanstalt finden sich aber weder Briefpapier noch Umschläge noch Telefonkarten noch Porto. Mein Mandant hat den Häftlingen daher Papier, Umschläge und Papier in die Haftanstalten mitgebracht. Diese erreichten jedoch nicht immer den Empfänger, weil mein Mandant in seiner Soutane am Eingang regelmäßig Leibesvisi-tationen unterzogen und durch maskiertes Gefängnispersonal brüskiert und bedroht worden ist.

 

Besonders erschreckend an den Zuständen im rumänischen Gefängnis Codlea sei die unterschiedliche Behandlung der Insassen nach ihren finanziellen Möglichkeiten und nach ethnischer Zugehörigkeit. So werden nach Aussage des Paters Demidoff Ange-hörige der Sinti und Roma und anderer Zigeunergruppen in rumänischen Gefängnis-sen grundsätzlich schlechter als andere Häftlinge behandelt. Im Übrigen würden auch weniger wohlhabende Häftlinge schlecht behandelt. Sein Antrag, von den Häftlingen wenigstens ein Foto für deren Familienangehörige machen zu dürfen, weil diese sich die Anreise zum Besuch des jeweiligen Häftlings nicht leisten können, sei rigide abge-lehnt worden. Auch würden die Persönlichkeitsrechte der mittellosen Häftlinge häufig missachtet und etwa Paketzusendungen an diese Häftlinge durch die Gefängnisver-waltung nicht weitergeleitet, wenn darauf nicht auch Name und Geburtsdatum ihrer El-tern angegeben werde. Wohlhabendere Häftlinge könnten sich hingegen mit Unterstüt-zung des Aufsichtspersonals Mobiltelefone, Prostituierte und Drogen kaufen.

 

50% der Inhaftierten in rumänischen Gefängnissen säßen ohnehin wegen Kleinkrimi-nalität (Diebstählen bis 500,00 €) dort ein, so dass sich die Zahl der rumänischen Häft-linge im Grunde auf die Hälfte reduzieren und sich für die übrigen Häftlinge menschen-würdige Bedingungen schaffen ließen. Die Haftbedingungen seien unvorstellbar; die Zellen mit bis zu 30 Personen belegt. Oft müssten sich zwei Häftlinge ein Bett teilen.

 

Zum Beweis vorbezeichneter Tatsachen erbiete ich das Zeugnis des Paters Don Demi-doff, Liga pentru Renastere Morale, RO-557105 Iacobeni - Jud. Sibiu, Rumänien, an, das eidesstattlich bei einem rumänischen Notar hinterlegt wurde, sowie auch die nota-rielle eidesstattliche Erklärung eines Häftlinges, der inzwischen entlassen wurde.

 

 

B. Rechtslage

 

Der Vertrag über die Europäische Union und der Vertrag zur Gründung der Europäi-schen Gemeinschaft idF des Vertrages von Nizza bestätigen bereits in der Präambel die Menschenrechte, und in Art. 6 I heißt es daher:

 

"Die Union beruht auf den Grundsätzen der Freiheit, der Demo-kratie, der Achtung der Menschenrechte und Grundfreiheiten sowie der Rechtsstaatlichkeit; diese Grundsätze sind allen Mit-gliedstaaten gemeinsam."

Gemäß Art. 7 I EU-Vertrag kann der Rat auf begründeten Vorschlag u.a. der Kommis-sion geeignete Empfehlungen an einen Mitgliedstaat richten, wenn die Gefahr einer schwerwiegenden Verletzung der in Art. 6 I EU-Vertrag genannten Grundsätze be-steht.

 

Die oben beschriebene Behandlung von Gefangenen im rumänischen Gefängnis Cod-lea verletzt deren Grund- und Menschenrechte auf körperliche Integrität, informationel-le Selbstbestimmung, Religion und Nichtdiskriminierung wegen ethnischer und sozialer Zugehörigkeit. Das völlig überzogene Strafmaß für Kleinstkriminalität verletzt den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit und der Rechtsstaatlichkeit; Grundsätze, die "allen Mitgliedstaaten gemeinsam" sind. Ausweislich der Äußerung des Gefängnisdirektors von Codlea will sich Rumänien offenbar nicht an diese Grundsätze halten und sich je-denfalls insoweit nicht in die EU integrieren.

 

Angesichts der gegen den Mitgliedstaat Österreich im Jahr 1999 ergriffenen Maßnah-men, das ehedem einen sehr viel weniger schwer zu bewertenden Verstoß gegen die Menschenrechte, Rechtsstaatlichkeit und Demokratie begangen hatte, als es die men-schenunwürdige Behandlung rumänischer Strafgefangener darstellt, wird diesseits nicht nur von einer Gefahr, sondern einer jeden Tag auf's Neue verwirklichten schwe-ren Verletzung der Menschenrechte und Grundfreiheiten und der Rechtsstaatlichkeit ausgegangen.

 

Die Europäische Kommission wird daher aufgefordert, dem Rat die Feststellung der eindeutigen Gefahr einer der in Art. 6 I EU-Vertrag genannten Grundsätze schwerwiegenden Verletzung hinsichtlich der Haftbedingungen in rumänischen Gefängnissen und insbesondere in der Haftanstalt Codlea vorzuschlagen.

 

Für evtl. erforderliche weitere Informationen und/oder Rückfragen steht Ihnen mein Mandant, der seitens der rumänischen staatlichen Behörden wegen seines unnachgie-bigen Engagements in dieser Angelegenheit inzwischen verfolgt wird, jederzeit zur Verfügung.

  

Dr. Roland Giebenrath, D.E.A.

Rechtsanwalt / Avocat

 

Anmerkungen meines Mandanten

1.Präsident der "Liga für moralische Wiedergeburt", eine eingetragene juristische Person in Rumänien, (Judecatoria Bukarest) und genehmigt von drei rumänischen Ministerien.

 

2.Tätigkeit nur im Hochsicherheitsgefängnis Codlea; aus den anderen Gefängnissen kennt mein Mandant das Leiden der Häftlinge nur aus Briefen. Hier liegen 150 Einzel-anklagen der Häftlinge (gemeinsamer Text), jeweils mit Namen und Unterschrift, sowie 150 Proteste und Aufforderungen, dem Priester Don Demidoff den Eintritt in die Haft-anstalt nicht mehr zu verwehren, außerdem mehr als 200 persönliche Briefe mit Er-klärungen über Folter und Einschränkungen der Grundfreiheiten nach Europäischem Recht; diese Briefe kann er aus Gründen des Beichtgeheimnisses nicht der rum. Ge-neralstaatsanwaltschaft übergeben, nicht zuletzt deshalb, weil die Gefangenen zur Zeit erpresst werden, ihm keine Briefe mehr zu schreiben, weil sie "sonst das Licht der Sonne nicht mehr sehen" würden.

 

3. Mein Mandant hat seine Beschwerden und Darstellungen der Sachverhalte an 175 Se-natoren persönlich, an 330 Deputate (Abgeordnete) persönlich, an den Staatspräsi-denten und den Ministerpräsidenten, an die Justiziministerin und den Generaldirektor der Zentralen Gefängnisverwaltung gesandt und nicht eine einzige Antwort erhalten.

www.giebenrath.de





Recomandare / Avis de primire

Strict personal

Frau Minister Dr.

Monica Luisa Macovei

Str.

Bucuresti

Sehr geehrte Frau Minister Dr. Monica Luisa Macovei,

mit Anerkennung danke ich Ihnen für Ihre schnelle Reaktion in Sachen Penitenciar Codlea bezüglich meines damaliges Protokolls mit der Leitung der Haftanstalt.  Ich danke Ihnen, dass Sie so bewundernswert unbürokratisch Ihren General-Bevollmächtigten Dr. Bechenet zu uns zum Sitz der LIGA gesandt haben.

Damals haben wir vereinbart, ein neues Protokoll der Zusammenarbeit mit diesem

Penitenciar zu erstellen. Wir haben nun ernsthaft über die Situation nachgedacht und unser

Präsident  Pater Don Demidoff ICCC war auch noch einmal in der Institution, um verschiedenen Gefangen zu helfen, bzw. Botschaften oder Informationen deren Familien zu überbringen oder auch die Anwälte der LIGA einzuschalten.

Eigentlich müssten wir Ihnen nunmehr ein langes Memorandum erstellen, um die Situation aus unserer Sicht darzustellen. In der Kenntnis, dass ein Minister kaum Zeit hat, lange Memoranden zu lesen, beschränken wir uns auf diese Kernsätze:

Wir prüfen ernsthaft, ob ein Protokoll der Zusammenarbeit, dass in kürzester Zeit wieder auf Konflikte stossen wird, noch Sinn macht. Wir prüfen ausserdem ernsthaft, ob unsere Tätigkeit intern, bei der wir der Schweigepflicht unterliegen und immer nur einer kleinen Gruppe Gefangener helfen können, effizient ist. Oder ist es besser, wir unterliegen von aussen unserer Unabhängigkeit und haben die Freiheit, Menschenrechtsorganisationen und Medien auf die vielfachen Problemfälle aufmerksam zu machen. Wobei uns klar ist, dass Codlea nur ein Fall der verschiedensten Problemgefängnisse darstellt.

16 lange Jahre hat Europa wegen der Heim- und Strassenkinder geschrien und die Integration Rumäniens in Europa von der Verbesserung der Bedingungen dieser Betroffenen abhängig gemacht. Wenige Monate aber vor der Integration in Europa gibt es noch das Problem der rumänischen Gefängnisse, deren Zustand viel dramatischer ist, als das Problem der verlassenen Kinder jemals war.

 

Das rumänische System der Gefängnisse schafft  Hass, Grausamkeit, Menschenverachtung,

soziale Isolation, Verbitterung, Verformung der individuellen menschlichen Substanz  und ist Brutstätte für weitere Straftaten und eine Schule für Kriminalität sondergleichen und stigmatisiert den Rest des Lebens eines Ex-Häftlings.

 

Wenn zwischen 20 und 30 Gefangenen in einer Zelle eingepfercht sind, immer zwei in einem Bett, Bettwäsche nur bei Haftantritt,  ist das Menschenverachtung ohne Beispiel und eine Entwürdigung von Menschen, wie wir sie als  Demokraten nie erlebt haben.

 

Das beginnt aber schon vor dem Strafvollzug durch das Rechts– und Gerichtswesen:

1. Wer arm ist, muss länger büssen

2. Wer Zigeuner ist, wird härter bestraft

3. Wer sich keinen qualifizierten Anwalt leisten kann, hat auch keine Unschuld.

 

· Wenn die Gerichte endlich für die Delikte ein gesundes Strafmass walten liessen, könnten Straftäter Einsicht lernen und Busse akzeptieren.

· Wenn man durch eine Amnestie die Kleinststraftaten (Diebstahl bis 500 Euro) auslöschen würde, könnte man die Anstalten um die Hälfte der Einsitzenden entleeren und für den Rest einigermassen humane Situationen schaffen, vor allem aber auch intern ein soziales System der Strenge oder Belohnung.

· Wenn man es lernen würde, dass auch Gefangene ein Recht auf Korrektheit haben und ein Recht auf Recht, würden viele der Gefangenen anders reagieren.

· Wenn Leitungsorgane lügen oder sogar falsche Beurteilungen oder Gerichtsdeklarationen  ausstellen, darf man sich nicht wundern, wenn die geknechteten Menschen in eine desolate Situation geraten, wie sie zuletzt in den Medien auch über Codlea beschrieben wurde. Konkret: nur dort wo die Leitung mitspielt, sind Drogen– und Telefonmobilhandel überhaupt möglich. Warum berichten selbst die Medien so einseitig .....?

· Wenn man alle nach alter Ideologie “gleichmacht” und auf eine kriminelle Stufe stellt, wer keine Wertescala und damit humanes Denken praktiziert, darf sich nicht wundern, wenn er in Codlea und anderswo einen Käfig von Raubtieren schafft.

 

· ort wo noch militärische Grade herrschen, sind auch Köpfe und Herzen militärisch. Das hat aber in einem demokratischen Gefängnis nichts zu suchenD

 

Besonders aber bedrückt uns, dass ein Priester, ein Seelsorger in Codlea überhaupt keine Recht hat, etwa wie in einem deutschen bzw.westeuropäischen Gefängnis, keine Bewegungsfreiheit intern hat und wohl auch seine Würde kaum bekannt ist. Aber das entspricht genau diesem Menschenbild, das wohl immer noch aus der scheinbar niemals ausrottbaren kommunistischen Ideologie stammt. Jeder Verbesserungsvorschlag, jeder Schritt um etwas neues auszuprobieren im Interesse der Gefangenen, jeder psychologische Versuch, die Gefangenen “neu” und “innen” zu erreichen, ist dort blockiert. Nicht einmal und das haben wir mehrfach reklamiert ist eine fundamentale Beichte dort in Ruhe absolvierbar,

die für einen Sünder so befreiend sein kann und oft ist. Als Priester der Independent Catholic Church ICCC USA legen wir ein Jurament ab, dass wir die Regeln (hier muss natürlich gefragt werden welche Regeln?) der Anstalt strikt beachten, Stillschweigen bewahren, dafür aber intern a l l e   Bewegungsfreiheit erhalten. Davon ist Codlea weit entfernt.

 

 

Vieles wäre noch zu sagen, wir wollen unsere Leser aber nicht vorab strapazieren.

Die elementare Frage ist nur, sehr verehrte Frau Minsiter, wie sollen wir unter diesen Bedingungen mit dem Penitenciar ein vernünftiges und gesundes Protokoll abschliessen? Die Schwierigkeiten einer intelektuellen, ideologiefreien Diskussion haben wir bereits früher dargestellt. Das bedeutet, dass dieses Protokoll keinesfalls auf der Ebene des Penitenciars, sondern wenn überhaupt nur direkt mit dem Justizministerium bw. der Generalverwaltung der Gefängnisse abgeschlossen werden kann.

 

Wir sind auch traurig, dass das Volumen unseres Wirkens den lokalen Bereich in Codlea als Information nicht verlassen hat und das Ministerium nicht wirklich informiert wurde.

 

Was hat die LIGA nicht will.

 

Die Mitglieder der LIGA gehen nicht nach Codlea um Mitgliederwerbung  für eine Kirche oder eine  Organisation zu betreiben. Die LIGA ist unabhängig von Parteien, Kirchen und Organisationen.

 

Die LIGA hat das Format

 

einer christlich-sozialen und humanitären Vereinigung und wirbt insgesamt für die Wiedergeburt der Moral auf der Basis von Toleranz in welcher Volksgruppierung auch immer.

 

Was hat die LIGA in Codlea getan bisher getan?

 

Allgemeine Beratungen, Unterweisungen und Diskussionen in einer Gesprächsgruppe von 50 Personen in der Altersstufe von 18 bis 28 Jahren. Thema: Pädagogik des Herzens. Rollenspiele

 

Individuelle seelsorgliche Begleitung:

 

Einzelgespräche, Beichten, Konfliktgespräche

 

Immer ist die Basis eine Psychologie und Menschenkenntnis, in der auch der Strafgefangene seine Rechte kennt und als Mensch behandelt wird. Der Entzug der Freiheit ansich ist Strafe im Maximum, weitere Knebelungen oder inhumanes „Halten“  von Menschen ist Unrecht. Nicht nur die Todesstrafe ist abgeschafft.

 

Diskussionen über Verhalten von Bewachern und Dienstpersonal

Begleiten von Krankheit und Verlangen von Medikamenten und fachlicher Arzthilfe.

Warum werden Krankheiten, auch schwere, von Inhaftierten so geringschätzt?

Warum werden Gerichten falsche Bescheinigungen vorgelegt?

 

 

Soziale Begleitung und Kontakte zu den Familien

Wiederherstellung von sozialen Kontakten

Realisierung von Besuchen in schwierigen Fällen

Mittel und Organisation eines Besuches

 

 

Soziale Unterstützung , Hygienische Hilfsmittel, Medizinische Hilfe und Medikamente

 

Realisierung von juristischer Begleitung vor allem

bei Revision, Justizirrtum, Assistenz im Prozess selbst

 

Vorbereitung der Entlassung

Hilfestellung nach der Entlassung

Re-Sozialisierung

 

Bei all diesen Bemühungen wurde die LIGA bisher in Codlea nicht unterstützt,

ja vielfach behindert.

 

Macht es Sinn, verehrte Frau Minister,

unter diesen Bedingungen ein neues Protokoll abzuschliessen?

 

Diesen Brief unterlegen wir bis zum 25. Oktober 2006 einer vertraulichen Gesprächsbasis und

geben ihn bis dahin nicht der Öffentlichkeit oder den früher bereits genannten Menschenrechtsorganisationen.

Ein Duplikat senden wir ausschliesslich an unseren Vertrauten in Strasbourg, Dr.R.Giebenrath DEA

Bis dahin haben wir unsere Tätigkeit in Codlea vorläufig eingestellt

Bei einer positiven Antwort sind wir auch jederzeit bereit, nach Bukarest zu kommen oder erwarten Sie auch gern persönlich oder Ihren Gesandten Dr.Bechenet in Iacobeni.

Mit Respekt und Hochachtung

 

Pater Don Demidoff ICCC

Presedinte Liga Renastere Morala

Presedinte Fundatia Casa Don Bosco

 

Xerox Copii: Dr. R.Giebenrath Strasbourg




Am 20. Juli 2004 wurde ich vom Amsgericht Brasov zu 3 Jahren und 8 Monaten Gefängnis verurteilt.

Ich habe Kanaldeckel gestohlen und bin in einen Friseurladen eingebrochen. Ich habe vor dem Richter die Taten gestanden. Ich war sehr arm und hatte in den 4 Tagen vor dem Diebstahl nichts gegessen. 

 

Als ich 2 Jahre alt war, hat sich mein Vater erhängt, meine Mutter hat einen anderen geheiratet und ich musste ins Kinderheim.

 

Man hat mich nach Codlea gebracht, in eine Zelle mit 25 anderen Häftlingen, jeweils zwei in einem Bett. Als ich die Zelle betrat, dachte ich, ich werde das nie aushalten, einige waren brutal, andere umgänglich. Ich sah dort auch andere Zellen, 10 qm groß, mit je 50 Häftlingen.

 

Die Leitung sagte, dass das Essen gut sei. In Wirklichkeit war es furchtbar. Bohnen werden nicht gekocht, der Kohl stinkt und ist nicht eßbar. Zum Frühstück bekamen wir Kekse aus der Staatsreserve, deren Haltbarkeitsdatum seit 20 Jahren abgelaufen war. Dazu gab es eine Schale warmes Wasser, ein wenig gefärbt. Das war täglich so.

 

Mir wird jeden Tag mehr bewusst, dass man mich nicht wegen Diebstahl bestraft hat, sondern weil ich arm bin und weil ich in einem Waisenhaus, ohne seelische Wärme, ohne ein freundliches Wort aufgewachsen bin. Der Hunger ist stärker als das Gesetz. Ich hatte in der ganzen Stadt Arbeit gesucht, ich wollte sogar als Straßenkehrer arbeiten. Leider blieb nur mein Hunger. Das (weglassen)System ist absolut unmenschlich. Ich weiß, dass ich gefehlt habe, ich habe das Gesetz übertreten und in einer zivilisierten Gesellschaft muss man bestraft werden. Ich habe deswegen beschlossen mit mir zu kämpfen und diese entsetzliche Zeit in der Strafanstalt zu überleben.

 

Aufgrund des Stresses in der Strafanstalt wurde ich psychisch krank. Ich musste mich einer sogenannten psychiatrischen Behandlung unterziehen. Täglich gab es Ereignisse wie zum Beispiel: die Gefangenen schlugen sich untereinander, andere wurden vergewaltigt.

Diese Stigmatisierung der 3 Jahre Gefängnis werde ich ein Leben lang behalten. 

Die hygienischen Bedingungen sind katastrophal: Zellen, Toiletten mit Wandfeuchtigkeit und Schmutz. Keine Bürste zum Toilettenputzen und sehr wenig Toilettenpapier. Die Lüftung ist sehr schlecht wegen der zu kleinen Fenster und der grossen Anzahl Inhaftierter in einem Zimmer. Zahnpasta haben wir seit Beginn der Haft nie bekommen. Das Gleiche mit Bettüberzügen oder Handtüchern. Man muss sich mit den eigenen Kleidern abtrocknen. Oftmals wird das Recht mit der Außenwelt zu kommunizieren abgelehnt. Von der Strafanstaltsleitung bekamen nur wenige von uns Briefumschläge mit Briefmarken, Telefonkarten gab es überhaupt nicht.

Es herrschte ständig Lärm, weil einige von uns am Tag schliefen und andere nachts. In jedem Zimmer gab es einen Zellenleiter, der die Wachen der Direktion ständig über alle Vorfälle informierte. Es sind Agenten(Majore), welche ihr Amt missbrauchen und die Inhaftierten mit Fäusten, Füßen und Stöcken schlagen. Dadurch gibt es in der Strafanstalt Codlea ein gesetzwidriges "Kollaborationssystem" gegen die Inhaftierten. Die Direktion bekommt Unmengen an Beschwerden, aber keiner hilft uns. Einmal habe ich mich auch bei der Direktion beschwert. Ich habe einem Abteilungsleiter von einem Inhaftierten berichtet, der vergewaltigt worden war. Der Abteilungsleiter antwortetet mir:"Was geht dich das an?" und gab mir einen Faustschlag ins Gesicht, was sehr geschmerzt hat.

 

 

Daraufhin wurden 5 andere, maskierte Wächter gerufen, die mich in eine Zelle der sogenannten Sektion V brachten. Es heißt, diese Zelle ist für die Gefährlichsten. Sie ist wie ein Hundekäfig, eine Zelle mit Innengitter, einen Meter von der Wand entfernt, Fenster, Tür. Die Höhe beträgt ca. 2 m. Sie haben mir Hände und Füße gefesselt, in Ketten gebunden und die Wächter haben mich ohne Erbarmen furchtbar geschlagen. Währenddessen lachten sie höhnisch und sagten mir: "Das brauchst du, du tollwütiger Hund." Eine Woche lang musste ich dort liegen bleiben, in einem eisernem Bett, mit Fesseln und Ketten. Ich durfte nicht einmal zur Toilette gehen und Essen bekam ich nur, wenn jemand Lust hatte mir welches zu bringen. Nach dieser Woche habe ich 2 Wochen in der Krankenabteilung zugebracht, aber Pflege bekam ich dort nicht. Ich kenne auch andere Inhaftierte, die so wie ich gefoltert wurden.

Ich habe eine Beschwerde bei der Generaldirektion eingereicht und über die Art und Weise, wie ich gefoltert wurde, berichtet, habe aber keine Antwort bekommen.

Im Dezember 2006 wollte ich eine neue Anklage beim Amtsgericht Brasov einreichen, weil die Generaldirektion die Folter nicht einstellen wollte. Ich wurde vor die delegierte Richterin der Strafanstalt Codlea zitiert und sie sagte mir: "Du hast zwei Möglichkeiten, entweder hörst du mir zu und reichst keine Anklage ein oder es erwartet dich eine neue Strafe, die du vollständig ableisten musst." Also wurde mit erneutem Freiheitsentzug gedroht und ich war gezwungen aufzugeben. Die Richterin ergänzte: "Lieber, du bist nicht hergekommen um Gerechtigkeit zu bekommen, dafür sind andere zuständig. Geh' nach Hause (Gefängnis)." Bevor man vor Gericht erscheinen darf, muss man nackt vor den Wächtern herumlaufen.

 

Es ist mir bekannt, dass viele der Inhaftierten schwer krank sind und keine Behandlung bekommen. Andere wiederum werden durch die Spitäler der Strafanstalten geführt, wieder andere werden erst im letzten Moment abgeholt, sterben aber bevor sie im Spital anzukommen. Zum Beispiel: Wenn es dir in der Nacht nach 22 Uhr schlecht wird, muss man drei Stunden lang an die Tür klopfen bis ein Wächter mit einem Assistenten kommt. Oftmals sterben die Inhaftierten ohne ärztliche Hilfe. Der letzte Todesfall ereignete sich im laufenden Monat dieses Jahres (2007), ein Inhaftierter starb im Krankenwagen, weil er zu spät abgeholt worden war. Die anderen Inhaftierten haben stundenlang an die Tür klopfen müssen und versucht Hilfe zu rufen. Aber aufgrund der Gleichgültigkeit der Verantwortlichen musste dieser Mensch mit dem Leben bezahlen. Wenn der ärztliche Assistent sofort gekommen wäre, hätte der Häftling überlebt. Aber der Wächter sah während der Dienststunden TV-Sendungen in voller Lautstärke. Der ärztliche Assistent war nicht in der Praxis zu finden, er verbringt die Arbeitsstunden in den (welche?)Büros und kann deshalb immer nur zu spät kommen. Wegen dieser böswilligen Gleichgültigkeit sterben die Inhaftierten.

 

Ich kenne Inhaftierte, die dem Rassenhass ausgesetzt sind. Ich bin auch so ein Fall.

 

Ich habe viele Informationen bezüglich Pater Don Demidoff. Er kam wöchentlich nach Codlea. Dieser Priester wird wegen seiner Selbstlosigkeit von den Inhaftierten geschätzt. Die Inhaftierten kamen immer in großer und auch wachsender Anzahl zu seinen Sprechstunden, was schließlich zu großer Beunruhigung der Direktion der Strafanstalt führte. Deswegen wurde beschlossen, es dem Priester nicht mehr zu erlauben zu kommen. Uns wurde gesagt, er wolle nicht mehr kommen und hätte auch keine Autorisation dafür.

 

Don Demidoff wurde von den Inhaftierten sehr geschätzt, weil er alleine für sie gekämpft hat und sich alleine gegen all das Unrecht erhoben hat. Er hat für die Menschenrechte der Inhaftierten gekämpft und deswegen wurde ihm der Zugang zu der Strafanstalt Codlea verboten. Don Demidoff verstand es, den Häftlingen seelischen Frieden zu bringen und er verstand es für uns, die Inhaftierten, legal zu kämpfen. Er hatte auch die Courage uns, den Inhaftierten, zu sagen, dass es richtig ist, dass wir für unsere Taten bestraft wurden, aber die Strafen sind übertrieben. Vielen von uns hat der Priester die Frage gestellt: "Habt ihr Euren Opfern jemals einen Brief geschickt und um Verzeihung gebeten?" Und sehr vielen von uns gab er Kuvert und Briefmarke und forderte uns auf: "Schreibt und bittet um Verzeihung."

Ich unterstreiche, der Priester kam in die Strafanstalt um uns die Botschaft Gottes zu bringen. Nie hat er uns aufgefordert, uns den Regeln der Strafanstalt zu widersetzen. Er hat kategorisch die Telefonate der Inhaftierten mit einem illegalen Handy abgewiesen, da sie gesetzeswidrig sind.

 

Zu seinen Vorträgen ging eine große Anzahl Häftlinge. Doch diese benötigten illegal die Genehmigung der Wächter dafür und wenn der Priester fragte, warum der eine oder der andere fehlt, antwortete man ihm, sie wollten nicht kommen. Das war völlig falsch, das war eine Lüge. Die Inhaftierten wurden gezwungen den Treffen mit dem Seelsorger fern zu bleiben. Ich habe persönliche Informationen von dem Priester, dass er oft während der Beichten gestört und behindert wurde.

Die Inhaftierten planten einen Hungerstreik, damit der Priester zurückkommt, doch der Priester schrieb in seinem Brief: "Tretet nicht in den Hungerstreik."

Direktor Dumitrache hat vor den Häftlingen wörtlich erklärt: "Bosco mache ihm mehr Schwierigkeiten als 1.200  Gefangene zusammen".

Diese Erklärung habe ich vor einem öffentlichen Notar gegeben und dieser soll meinen Namen und meine Personaldaten nur vor dem Richter oder vor einem Bevollmächtigten der Frau Minister Monica Macovei, unter dem Schutz des Vorsitzenden der Liga für Moralische Wiedergeburt Rumäniens, bekannt geben, weil ich immer noch  Angst vor einer neuen psychischen und physischen Folter seitens der Strafanstalt Codlea oder der rumänischen Justiz habe.

NN


1,3 qm.(Richtlinie 91/630/EWG In Codlea in einer Zelle können nicht einmal alle gleichzeitig im Raum stehen, sie müssen sich in den Betten aufhalten und dort meistens zu zweit. Die LIGA klagt im Auftrag von 150 Gefangenen im Penitenciar in Codlea

Vollmacht

Wir bekennen, dass wir gefehlt haben und Gesetze gebrochen haben.

 

Wir bekennen, dass wir dafür die Strafe des Freiheitsentzuges akzeptieren.

 

Wir erklären, dass wir unsere Taten bereuen und eine Möglichkeit der Wiedergutmachung suchen.

 

Wir dürfen aber darauf aufmerksam machen, dass für viele von uns der Weg auf die kriminelle Schiene vorgezeichnet war. Zu viele von uns wurden in sozialen Randgesellschaften geboren, zuviele von uns bekamen keine Chance der Integration. Wir bekamen keine Arbeit und hatten Hunger.Viele von uns haben für den Hunger der Familie und unsere kleinen Kinder gestohlen. Man hat uns keine Chance der Reue gegeben.

 

Wir wurden auch für kleine Delikte mit einem Höchstmass der Freiheitsstrafe bedacht, wie sie in anderen europäischen Ländern nur für Schwerverbrecher ausgesprochen werden.

 

Wir deklarieren, dass in einer Demokratie, vor allem in einer europäischen Demokratie der Entzug der Freiheit die größte und schärfste Form der Bestrafung ist.

 

Wir klagen dagegen, dass wir ständig über dieses Mass hinaus bestraft, gedemütigt werden.

 

Wir klagen gegen die permanente Verletzung der Menschenrechte und die Verletzung der europäischen Normen im Strafvollzug.

 

Wir klagen dagegen, dass wir in einer Zelle mit 20 bis 30 Gefangenen wie Tiere eingepfercht sind, dass wir vielfach mit 2 Gefangenen in einem Bett schlafen müssen.

 

Wir klagen dagegen, dass in solchen Situation Gewalt und Vergewaltigung gezüchtet wird.

 

Wir klagen gegen die hygienischen unmenschlichen Bedingungen und die Verabreichung von Lebensmitteln, die in anderen europäischen Ländern nicht einmal Schweinen zugemutet werden. Wir klagen gegen die Verweigerung von medizinischer Hilfe und Betreuung.

 

Wir klagen, dass in den Gefängnis-Spitalen keine wirkliche Hilfe gewährt wird.

 

Wir klagen dagegen, dass selbst schwerste Krankheiten nicht in qualifizierten Krankenhäusern behandelt werden dürfen.

 

Wir klagen gegen die Willkür der Prüfungskommissionen bei einer vorzeitigen Entlassung.

 

Wir klagen dagegen, dass bei Berufungsverfahren die Anhörung von Zeugen verweigert wird. Wir klagen dagegen, dass wir auf allen Gerichtsebenen während des Prozesses kein Recht haben uns mit unserem Anwalt auszutauschen.

 

Wir klagen dagegen, dass uns das Recht des Kontaktes mit Angehörigen und Anwälten nur theoretisch zugestanden wird und durch raffinierte praktische Demütigung unterbunden wird.

 

Wir klagen dagegen, dass uns das Recht genommen wird, unsere religiöse Freiheit auszuüben und einen Priester unserer Wahl zu empfangen.

 

Wir klagen dagegen, dass uns das Recht genommen wird, mit einem Vertreter der "Liga für moralische Wiedergeburt" persönlichen Kontakt zu haben.

 

Zurückschicken an Liga für Moralische Wiedergeburt, 557105 Iacobeni



Einschreiben Rückschein Streng persönlich und vertraulich
 

Justizministerium
Frau Ministerin Dr. Monica Louiza Macovei
Str. Apolodor 17 sect. 5
Bukarest

 

Sehr geehrte Frau Ministerin Dr. Monica Louzia Macovei!

 

Unsere bisherigen Schreiben bezüglich der Verletzung der Menschenrechte in den rumänischen Gefängnissen

vor allem aber im Hochsicherheitsgefängnis Codlea wurden von Ihnen nicht einmal beantwortet. 

Wir appellieren an Sie eprsönlich auch als Mitglied des rumumänischen Helsinik-Komittees, endlich die Menschenrechtsverletzungen zu unterbinden.  

Wir teilen Ihnen mit, dass wir nunmehr eine Serie von Prozessen wegen Verletzung der Menschenrechte zunächst in Rumänien und im Falle des Unterliegens auch in Strasbourg initiieren. Wir wissen sehr gut, durch welche

Personen im Justizvollzug die Gefangenen gefoltert werden. 

150 Gefangene in Codlea haben durch die LIGA die beigefügte Klage persönlich erhoben. Wir werden auch die Klage von Gefangenen  der anderen Gefängnisse in Rumänien organisieren.  

Wir wehren uns aber auch gegen die Methoden der Leitung des Gefängnisses in Codlea, die betroffenen Gefangenen bewusst falsch zu informieren und die LIGA und deren Präsident permanent zu diskretieren. 

Der Generaldirektor Alexander Serban der Generaldirektion in Bukarest hat der Hoffnung Ausdruck verliehen, dass der Präsident der LIGA zu den Gefangenen zurückkehrt. Aber auch sein mehrmaliger Vorschlag eines

Gespräches ist wohl offensichtlich eine Farce, weil er nicht bereit ist, einen konkreten Termin zu benennen.

Welche Irreführung ist das, wenn dann der Direktor Dumitrache in Codlea die Macht hat, Pater Don Demidoff den Zutritt zu den Gefangenen zu verweigern.

 

Iacobeni / Strasbourg, den 16.02.2007

 

 

Pater Don Demidoff ICCC

Präsident der Liga für moralische Wiedergeburt

Präsident der Stiftung Casa Don Bosco

International Council of Community Churches USA

 

Anlage: Klage der 150 Inhaftierten des Hochsicherheitsgefängnisses in  Codlea




 

DlE LIGA FÜR DIE MORALISCHE

WIEDERGEBURT RUMÄNIENS

 

Präambel

 

Die Liga will die Kontinuität wieder herstellen, die durch die romanische und rumänische Tradition gegeben war, und die durch Willkür und diktatorische, nationalistische und kommunistische Ideologie gebrochen wurde. Sie will das Bewusstsein für Tradition, Ethik und Moral wiedererwecken und alles abweisen, was dem Dekalog Gottes widerspricht. Sie will dem einzelnen Menschen seine Freiheit und Individualität zurückgeben, die vielen noch selbst 13 Jahre nach der "Revolution" (1989) versagt werden. Sie will die Authentizität des runänischen Volkes fördern, und Einflüsse abweisen, die ungeprüft den Menschen ein "modernes", "freies', zügelloses und egoistisches Leben versprechen. Sie will warnen vor einer globalen Welt, die ausschliesslich das materielle Befinden der Menschen fördert und das geistig geistliche und individuelle Wohlsein unterdrückt. Die Liga ist dienstbar den Menschen, ihrer persönlichen Freiheit und Chancengleichheit. Der größte Feind einer moralischen Wiedergeburt ist der Antichrist. Denn er begrenzt das Leben auf das irdische Dasein, er engt das Glück ein auf eine sinnenhafte körperliche Wohlfahrt. Er fesselt den Geist ausschließlich im die Interessen dieser Zeit. Die Liga warnt vor dem Antichristen.